100. Internationaler Tag der Frauen: Zeiten der Kindererziehung steigern die Rente

Waldeck-Frankenberg. Was der Europäische Gerichtshof in einem aktuellen Urteil künftig auch von privaten Versicherungsunternehmen verlangt, ist bei

Waldeck-Frankenberg. Was der Europäische Gerichtshof in einem aktuellen Urteil künftig auch von privaten Versicherungsunternehmen verlangt, ist bei der gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland bereits geregelt: Obwohl Frauen eine höhere Lebenserwartung haben und damit länger Leistungen erhalten, zahlen sie in der Solidargemeinschaft der deutschen Rentenversicherung keine höheren Beiträge als Männer. Darauf weist die Deutsche Rentenversicherung Hessen zum heutigen 100. Internationalen Tag der Frauen hin.

Zeiten der Kindererziehung steigern die Rente

Die Deutsche Rentenversicherung Hessen zahlt zurzeit rund 275.000 Renten, bei denen Zeiten der Kindererziehung berücksichtigt werden; über 90 Prozent davon sind Frauen. Wer ein Kind erzieht, bekommt für die ersten drei Lebensjahre Beitragszeiten in Höhe von 100 Prozent des Durchschnittsverdienstes aller Beschäftigten angerechnet.

Nimmt eine Mutter zwischen dem dritten und zehnten Lebensjahr eines Kindes eine Teilzeitbeschäftigung oder eine geringer entlohnte Tätigkeit auf, gibt es aus der Rentenversicherung einen Zuschlag, wenn mindestens 25 Jahre mit rentenrechtlichen Zeiten vorhanden sind.

Frauen, die gleichzeitig zwei oder mehr Kinder erziehen oder pflegen und deshalb nicht arbeitengehen können, bekommen nach den ersten drei Pflichtbeitragsjahren für diese Erziehungsjahre - ohne einen eigenen Beitrag in der gesetzlichen Rentenversicherung zu zahlen - Leistungen für die spätere Rente gut geschrieben.

Im Übrigen wirken sich die Jahre der Kindererziehung auch günstig aufeine spätere Witwenrente aus.

Weitere Informationen zu den Kindererziehungszeiten gibt es im Internet unterwww. deutsche – rentenversicherunghessen . de

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