Abzocke: Die „Gewerbeauskunft-Zentrale“ versendet wieder unseriöse Schreiben

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Foto: Archiv

Waldeck-Frankenberg. Der Landkreis Waldeck-Frankenberg weist Gewerbetreibende darauf hin, dass es sich bei den Schreiben zur "Gewerbeauskunft-Zen

Waldeck-Frankenberg. Der Landkreis Waldeck-Frankenberg weist Gewerbetreibende darauf hin, dass es sich bei den Schreiben zur "Gewerbeauskunft-Zentrale" nicht um ein seriöses Angebot handelt. Bereits im vergangenen Jahr sind vermehrt solche Angebote zur "Erfassung gewerblicher Einträge" an Unternehmen eingegangen.

Auch die Führerschein- und Zulassungsstelle des Landkreises hat eine entsprechende Aufforderung der GWE GmbH-Gewerbeauskunft-Zentrale in Düsseldorf erhalten, fehlende oder fehlerhafte Daten zu ergänzen. Erst im Kleingedruckten wird deutlich, dass es sich um eine kostenpflichtige Dienstleistung des Anbieters handelt.

Das Angebot erweckt den Eindruck, es handele sich um ein amtliches Schreiben einer staatlichen Arbeits- oder Gewerbeaufsicht. Es wird eine recht kurze Frist zur Beantwortung gesetzt, so dass der Adressat unter einen gewissen Druck gerät.

Würden die Daten ergänzt und zurückgesandt, so entsteht ein Vertrag mit dem Anbieter – 569,06 Euro pro Jahr sei zu zahlen für den Basiseintrag, bestehend aus Name, Adresse, Telefon, Telefax, Informationstext, E-Mail, Internetadresse inklusive Verlinkung auf die firmeneigene Homepage und integriertem automatischen Routenplaner. Die Vertragslaufzeit beträgt 24 Monate.

Auch die Polizei hatte bereits vor der "Gewerbeauskunft-Zentrale" gewarnt. Sie rät Gewerbetreibenden dazu, den Brief des Unternehmens unbeachtet zu lassen bzw. in den Papierkorb zu werfen.

Wer bereits einen Vertrag unterschrieben hat, sollte möglichst umgehend von seinem allgemeinen Widerrufsrecht Gebrauch machen. Danach darf der Verbraucher innerhalb von 14 Tagen von dem Vertrag zurücktreten.

Die Kreishandwerkerschaft ist ebenfalls dabei behilflich, wieder aus dem Vertrag mit dem Anbieter eines Internet-Branchenbuchs herauszukommen.

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