Arbeitgeberdarlehen

Lothar Czeczatka, SteuerberaterWenn einem Mitarbeiter ein unverzinsliches oder zinsverbilligtes Darlehen vom Arbeitgeber gewhr

Lothar Czeczatka, Steuerberater

Wenn einem Mitarbeiter ein unverzinsliches oder zinsverbilligtes Darlehen vom Arbeitgeber gewhrt wird, interessiert sich dafr auch das Finanzamt. Die Zinsvorteile und der damit verbundene geldwerte Vorteil ist prinzipiell steuerpflichtig und folglich auch sozialversicherungspflichtig. Zinsvorteile liegen - anders als bisher auch dann vor, wenn die Summe der nicht getilgten Darlehen am Ende des Entgeltzeitraums weniger als 2 600 Euro betrgt. Bislang musste kein Zinsvorteil versteuert werden, wenn das noch zu tilgende Darlehen nicht mehr als 2600 Euro betrug. Diese Nichtaufgriffsgrenze ist ab 2008 entfallen.Der geldwerte Vorteil errechnet sich aus der Differenz zwischen dem marktblichen Zins und dem Zins, den der Arbeitnehmer im konkreten Fall zahlt. Dabei ist fr die gesamte Vertragslaufzeit der Zinssatz bei Vertragsschluss mageblich. Dabei knnen als marktblich die von der Deutschen Bundesbank zuletzt verffentlichten Effektivzinsstze zugrunde gelegt werden (Diese finden sich unter www.bundesbank.de/statistik/statistik_zinsen_tabellen.php > EWU Zinsstatistik). Dieser Wert, vermindert um vier Prozent, wird mit dem vereinbarten Zinssatz verglichen. Die Differenz stellt den Zinsvorteil dar.

Vorteile aus zinsgnstigen Darlehen, die ein Arbeitgeber seinen Mitarbeitern einrumt, fallen nach der neuen Sichtweise unter die 44-Euro-Freigrenze, welches einerseits zur Steuerfreiheit von monatlichen Zinsvorteilen bis 44 Euro, andererseits aber zur Steuerpflicht des Zinsvorteils und der brigen Sachbezge fhren kann. Dies ist dann der Fall, wenn die 44-Euro-Grenze bereits durch andere Sachbezge, z. B. durch berlassene Benzingutscheine, ausgeschpft wurde. Im Ergebnis wren sowohl der Benzingutschein als auch der Zinsvorteil steuer-, und beitragspflichtig.

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