Bank muss Kosten übernehmen

Nach der Auffassung der Richter ist der Erbe grundstzlich nur in gesetzlich vorgesehenen Fllen verpflichtet, einen Erbschein vorzulegen, e

Nach der Auffassung der Richter ist der Erbe grundstzlich nur in gesetzlich vorgesehenen Fllen verpflichtet, einen Erbschein vorzulegen, etwa bei einem Eintrag ins Grundbuch. Bei Bankgeschften sehe dagegen kein Gesetz diese Form des Nachweises vor (Az.: XI ZR 311/04). Ein erffnetes ffentliches Testament reicht gegenber Banken zum Nachweis des Erbrechts grundstzlich aus, eines Erbscheins bedarf es nicht. Die Vorlage eines Erbscheins kann nur bei berechtigten Zweifeln an der Erbfolge verlangt werden. Das Gericht gab mit seinem Urteil 2005 der Klage einer Erbengemeinschaft statt. Deren Bank hatte die Vorlage eines Erbscheins verlangt. Dadurch entstand den Erben fr die notarielle Beurkundung und die Gerichtskosten ein Gesamtaufwand von rund 1.400 Euro, die sie von der Bank zurckverlangten. Der BGH sah die Forderung als berechtigt an, da auch die Vorlage des erffneten Testaments ein ausreichender Beleg gewesen wre. Die Bank habe daher pflichtwidrig gehandelt, als sie auf der Vorlage des Erbscheins bestand.

Draus folgt die deutlich bessere (und schnellere) Erbfallabwicklung auf der Grundlage eines notariellen Testaments und die Ersparnis der zustzlichen Kosten fr die Erwirkung eines Erbscheins.

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