Nur billigere „Wahlmedikamente“ werden ganz erstattet

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Seit Januar gilt eine neue Wahlfreiheit für Medikamente. "Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen können jetzt neben dem vom Apotheker eigent

Seit Januar gilt eine neue Wahlfreiheit für Medikamente. "Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen können jetzt neben dem vom Apotheker eigentlich abzugebenden Mittel auch ein wirkstoffgleiches anderes Präparat wählen", erklärt Manfred Riepel von der DAK Korbach. "Voraussetzung ist, dass der Arzt den Austausch zulässt."Doch Vorsicht: Entscheidet sich der Versicherte für ein Alternativ-Medikament, für das kein Vertrag mit der Krankenkasse besteht, muss er die Kosten zunächst vollständig selbst tragen. Das Rezept mit Quittung kann dann bei der Krankenkasse zur Erstattung eingereicht werden. "Die Krankenkassen dürfen jedoch nur den Preis für das rabattierte und damit erheblich günstigere Arzneimittel erstatten", so Riepel. "Das ist in der Regel weniger, als gezahlt wurde. Der Patient muss die Differenz zum Preis seines Wahlarzneimittels selbst tragen." Die Krankenkasse empfiehlt, den Arzneimitteln der Vertragspartner zu vertrauen. Dies seien Produkte, die sich nur in Packung, Form und Farbe von den Originalpräparaten unterscheiden, inhaltlich aber gleich sind. "Es gibt mit verschiedenen Herstellern Rabattverträge über die wichtigsten Arzneimittel-Wirkstoffe wie Bluthochdruck-Präparate oder Antibiotika. Versicherte können dadurch oft zwischen drei verschiedenen Medikamenten unterschiedlicher Hersteller wählen, so besteht genügend Auswahl." Und es gibt keine zusätzlichen Kosten für die Kunden und die Vorkasse entfällt.  Wird ein rabattiertes Arzneimittel nicht vertragen, sollte nicht einfach im Rahmen der Mehrkostenregelung ein anderes Arzneimittel in der Apotheke ausgesucht werden. "Sprechen Sie vorher mit Ihrem Arzt", raten Experten. "Dieser kann dann entscheiden, welches Arzneimittel aus medizinischen Gründen das Richtige ist."

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