Blaues LED-Licht gegen Rückenschmerzen

Rückenschmerzen gelten als Volksleiden Nummer eins in Deutschland: Rund zwei Drittel der Bundesbürger sind betroffen. Tendenz steigend. Vor diesem H

Rückenschmerzen gelten als Volksleiden Nummer eins in Deutschland: Rund zwei Drittel der Bundesbürger sind betroffen. Tendenz steigend. Vor diesem Hintergrund ist das Interesse an einer nachhaltigen Schmerzlinderung sehr hoch. Dabei wünschen sich Rückenschmerzleidende in erster Linie natürliche Behandlungsmöglichkeiten, die nicht mit möglichen Nebenwirkungen verbunden sind und den Körper noch zusätzlich belasten. Die Betroffenen sind jedoch oft auf die Anwendung schmerzlindernder chemischer Wirkstoffe,  wie zum Beispiel Schmerztabletten, Schmerzgels und Wärmepflaster angewiesen.

Eine neue Form der Schmerzreduktion verspricht die jüngste Forschung von Philips in Zusammenarbeit mit mehreren deutschen Universitätskliniken im Bereich der Lichttherapie. So konnte in Studien die schmerzlindernde Wirkung von blauem LED-Licht nachgewiesen werden. Wird der Rücken körpernah mit blauem LED-Licht bestrahlt, ist zunächst die Wärme zu spüren. Diese Wärmewirkung wird von den Patienten als wohltuend empfunden, ihr schmerzlindernder Effekt ist jedoch vergleichsweise gering. Von großer Bedeutung für die Schmerzreduktion sind dagegen körpereigene, biochemische Prozesse rund um das Molekül Stickstoffmonoxid (NO), die durch die Bestrahlung mit blauem LED-Licht angeregt werden.Natürliche Schmerzreduktion durch körpereigenes Stickstoffmonoxid (NO)

Die Freisetzung des winzigen Moleküls NO zeigt große Wirkung im Körper: Es entspannt die Muskeln, hemmt Entzündungsreaktionen und kann die Schmerzweiterleitung reduzieren. Gleichzeitig hat NO entzündungshemmende, anti-oxidative und zellschützende Wirkungen und kann so Muskeln und Nerven vor Schäden bewahren.

Professor Dr. Christoph Suschek, Experte für lichtinduzierte Prozesse der Universität Düsseldorf, erklärt: "NO ist ein Tausendsassa im menschlichen Organismus. Das körpereigene Molekül regt verschiedene biochemische Prozesse an. Durch die Bestrahlung mit blauem LED-Licht freigesetzt, fördert NO die Durchblutung und kann somit auf die Muskulatur entspannend und schmerzlindernd wirken." Durch die durchblutungssteigernde Wirkung wird zudem die Versorgung des Muskels mit Sauerstoff und Nährstoffen verbessert. Gleichzeitig können schmerzauslösende Substanzen besser abtransportiert werden.

Gemeinsam mit Wissenschaftlern und Ärzten der Universitätskliniken Aachen, Düsseldorf, Heidelberg und Mannheim arbeitet Philips derzeit daran, die wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Schmerzlinderung basierend auf blauem LED-Licht in Form einer alltagstauglichen Anwendung gegen Rückenschmerzen umzusetzen. Das innovative Behandlungsgerät wird im Frühjahr 2012 auf dem Markt erwartet und könnte eine Wende in der Schmerztherapie einläuten.

Weitere Informationen zum neuen Therapieansatz mit blauem LED-Licht sind onlineverfügbar unter: www.LED-Schmerztherapie.de

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