Ein Blick hinter die Fassaden bietet „Meine Stadt“ von Hans Osterhold

Korbach. "Häuser sind wie Menschen, es gibt große und repräsentative und kleine und unscheinbare". Wer die Korbacher Altstadt besucht, ka

Korbach. "Häuser sind wie Menschen, es gibt große und repräsentative und kleine und unscheinbare". Wer die Korbacher Altstadt besucht, kann sich ein Bild von der Vielfalt der Bausubstanz machen, Zeugen einer wechselvollen Vergangenheit. Ein Buch, das jetzt in der Neuauflage vorgestellt wurde, hilft dabei, den geschichtlichen Durchblick zu behalten und gibt manche Geschichten und Anekdoten zum Besten.

Der Korbacher Hans Osterhold hatte schon in den Jahren 1995-2000 eine Menge interessantes Material zu den Gebäuden der Kreisstadt gesammelt und schließlich 2001 als Buch mit dem Titel "Meine Stadt" herausgebracht. In den vergangenen zehn Jahren wurde es bereits dreimal neu aufgelegt und liegt seit heute in der vierten Auflage vor. "Alles wurde noch einmal gründlich überarbeitet, Besitzverhältnisse und Nutzung wurden aktualisiert und neue Fotos eingefügt", erzählt uns der 84- Jährige, der große Teile seiner Kindheit in Korbach verbrachte. Nach Krieg, Gefangenschaft, Studium und beruflichen Ausflügen in andere Regionen der Republik, zog es ihn 1994 wieder zurück in die alte Heimat. Seitdem schreibt er über seine Heimatstadt, ist einer großen Zahl von Einheimischen und Besuchern durch Stadtführungen bekannt und gehört seitdem zum Stadtbild von Korbach wie Roland oder Waldeccia. Mit Stadtführungen ist seit Anfang des Jahres Schluss. "Man muss auch aufhören können."

Das Buch erzählt eine Menge über die Geschichte von 60 Gebäuden und Bauwerken im historischen Stadtkern, von Türmen und Steinhäusern, Bauernhäusern, Patrizierhäusern, Kirchen und Verwaltungsgebäuden.

Das Werk bringt nicht nur eine Dichte historischer Fakten, gerade die viele Geschichten und Geschichtchen, der Blick hinter die Fassaden der Häuser, machen es zu einer kurzweiligen und spannenden Lektüre. Aufregendes über Brände, Kriege, Fehden und Streitigkeiten, über Stiftungen und die berühmten Söhne und Töchter der Stadt, aber auch über finstere Verliese und die letzten Tage eines Verurteilten im Tylenturm "bei Wasser und Brot" ist zu lesen.

So gelingt es dem Verfasser, die Leserschaft mitzunehmen auf einen Gang durch die Geschichte seiner Heimatstadt, für aktuelle und ehemalige Korbacher, wie auch Besucher ein reicher Fundus an Wissenswertem.

Mit im Boot ist der Magistrat der Stadt Korbach, der als Herausgeber fungiert und die Neuauflage damit ermöglicht hat. Bürgermeister Friedrich dankte dem Verfasser bei der Vorstellung der neuen Auflage für seine mühevolle Kleinarbeit an dem Werk, das "ein Stück lebendige Geschichte Korbachs" belegt. Das Buch ist erhältlich im Bürgerbüro der Stadt und im Korbacher Buchhandel.

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