Countdown zum Stress

Von der Jagd des Lebens einmal ruhenWaldeck-Frankenberg. Bevor sich alle um Weihnachtsbume und Festtagsessen versammel

Von der Jagd des Lebens einmal ruhen

Waldeck-Frankenberg. Bevor sich alle um Weihnachtsbume und Festtagsessen versammeln, ist noch so viel zu erledigen. Doch davon sollte man sich nicht die Freude aufs Fest verderben lassen. Schon kleine Tricks helfen, nicht nur die Feiertage entspannt zu genieen, sondern auch die Adventszeit.Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier. Was fr die Kleinen verheiungsvoll klingt, ist fr viele Groe der Countdown zum Stress. Allein der Gedanke an den Einkaufsbummel treibt manchem die Schweiperlen auf die Stirn. berfllte Kaufhuser zur Weihnachtszeit sind offenbar besonders dem starken Geschlecht ein Graus. Der Londoner Psychologe David Lewis hat die seelische Belastung von Mnnern beim Weihnachtseinkauf mit der von Kampfbomberpiloten im Einsatz verglichen. Dabei macht nicht blo der Konsum fr viele aus Weihnachten einen Ausnahmezustand.Wir wollen die Wnsche aller unserer Lieben unter einen Hut bringen, das Fest der Liebe in Harmonie miteinander feiern und dabei meinen viele, zum Jahresende auch im Beruf noch einmal Vollgas geben zu mssen, sagt AGIDA-Expertin Christine Neujahr. Die Diplompsychologin rt zu beherzigen, was Theodor Storm 1862 in sein Weihnachtsgedicht schrieb: Alt und Jung sollen von der Jagd des Lebens einmal ruhen. In der Weihnachtszeit kommt es auf die richtige Balance an. Man sollte sich tglich eine kleine Auszeit fr sich selbst nehmen. Dabei sollten berlastungssymptome wie Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit oder Unruhe nicht blo zur Weihnachtszeit ernst genommen werden. Denn auf Dauer macht Stress krank. Auch regelmige Bewegung und eine gesunde ausgewogene Ernhrung frdern den Stressabbau. Fr den notwendigen Ausgleich empfiehlt Diplompsychologin Christine Neujahr beiden Geschlechtern: Nehmen Sie sich nicht zu viel auf einmal vor. Delegieren Sie innerhalb der Familie Aufgaben. Das strkt den Zusammenhalt in der Familie. Und das gilt auch fr die Mnner. Also: Nicht erst warten bis der Puls rast, sondern vorher entschleunigen. Denken Sie zur Not einfach an Theodor Storm. In dessen Weihnachtsgedicht muss sich jetzt nur noch einer sputen, nmlich Knecht Ruprecht der alte Gesell.

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