Deutschlands beste Klezmerband erneut in Vöhl

Vöhl. AUFWIND gibt es seit 1984. Die Gruppe hat schon mehr als 1000 Konzerte in aller Welt gegeben. Vier davon in Vöhl. Nach über 3 Jahren Aufwind-

Vöhl. AUFWIND gibt es seit 1984. Die Gruppe hat schon mehr als 1000 Konzerte in aller Welt gegeben. Vier davon in Vöhl. Nach über 3 Jahren Aufwind- Abstinenz wurde es Zeit, die 5 sympathischen Berliner mit ihrem aktuellen Programm "Modne Welt" wieder einmal in die Synagoge einzuladen. Am Samstag, 5. November 2011,  werden sie dort ab 20 Uhr wieder mitreißende Klezmermusik präsentieren. Die frühe Reservierung von Karten ist anzuraten.

Bereits im Jahr 2000 gab es  den ersten umjubelten Auftritt von Deutschlands wohl bester Klezmerband in Vöhl. Nur ein Jahr später reichten die Plätze in der Synagoge nicht mehr aus: das 17-jährige Bühnenjubiläum von AUFWIND fand auf den Tag genau vor fast 300 begeisterten Zuhörern in der Vöhler Martinskirche statt. Im September 2004 und im April 2008 konnte AUFWIND noch zweimal vor ausverkauftem Haus in Vöhl begeistern.

Was AUFWIND so beliebt und vor allem so authentisch macht ist, dass sie sich nicht mit einem langjährigen ständigen Wiederholen erprobter "Gassenhauer" zufrieden geben. Bei jeder Tournee, vor allem in Osteuropa oder bei Konzerten in außereuropäischen Staaten, in die Juden vor dem Nationalsozialismus geflohen waren, suchen sie Archive und Menschen auf und entdecken so immer wieder wahre Schätze an scheinbar verloren gegangenen oder fast vergessenen Musikstücken jüdischer Komponisten. So werden auch in Vöhl hier noch nie gespielte, mitreißend interpretierte Melodien das Konzert bestimmen. Ganz sparsam eingesetzt werden aber auch wenige Stücke aus dem Repertoire früherer Konzerte Erinnerungen wecken können.

AUFWIND tritt auf in der langjährig erprobten Besetzung Claudia Koch (Gesang, Violine, Viola), Hardy Reich (Gesang, Mandoline, Gitarre, Banjo), Andreas Rohde (Gesang, Bandoneon, Perkussion, Gitarre), Jan Hermerschmidt (Klarinetten, Flöte, Gesang). Dazu gesellt sich Janek Skirecki am Bass. (Foto)

Der russische Komponist Dimitrji Schostakowitsch sagte einmal über die jüdische Musik: "Jede Volksmusik ist schön, aber von der Jüdischen muss ich sagen, sie ist einzigartig!" Gerichtet war dieses große Kompliment an eine Tanzmusik, die fröhlich und traurig zugleich ist. Eine Musik, die von Herzen kommt und zu Herzen geht. Die trotz erfrischenden Schwungs, trotz mitreißenden Rhythmuses und eingängiger Melodien immer auch die tragischen Seiten des Lebens beleuchtet.

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