Drohungen via Internet

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Waldeck-Frankenberg. Was früher "Klassenkloppe" war, kommt im 21. Jahrhundert als "Cybermobbing" daher. Virtuell und anonym falle

Waldeck-Frankenberg. Was früher "Klassenkloppe" war, kommt im 21. Jahrhundert als "Cybermobbing" daher. Virtuell und anonym fallen Kinder und Jugendliche dabei im Internet gezielt übereinander her. Eine repräsentative Studie der Techniker Krankenkasse (TK) unter Jugendlichen zwischen 14 und 20 Jahren zeigt: Mehr als jeder dritte Schüler in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland war schon einmal Opfer des Mobbings via Internet. Mehr als jeder Zehnte war nach eigener Aussage selbst schon einmal Täter und jeder Vierte hält es für möglich, selbst einmal zum Täter zu werden.Die Attacken aus dem Internet bleiben nicht ohne Folgen: Die meisten Betroffenen sind sehr wütend (58 Prozent) und fühlen sich verletzt (36 Prozent). Zudem können gesundheitliche Probleme entstehen: 19 Prozent leiden unter Schlafstörungen und 18 Prozent reagieren mit Bauch- oder Kopfschmerzen auf die Angriffe.Auch den Mitteln des virtuellen Mobbings ist die Studie nachgegangen. An erster Stelle stehen Drohungen und Beleidigungen (18 Prozent), gefolgt von übler Nachrede (zwölf Prozent) bis zu Identitätsmissbrauch (vier Prozent) und unberechtigter Weitergabe privater Mails oder Fotos (drei Prozent). Vor allem soziale Netzwerke bieten die Möglichkeit, Informationen über Mitschüler schnell und einfach zu verbreiten. 85 Prozent der befragten Jugendlichen sind bei einem sozialen Netzwerk wie Facebook oder SchülerVZ angemeldet und nutzen das Angebot regelmäßig. 41 Prozent sind sogar mehrmals täglich in einer Internet-Community aktiv. Für die junge Generation ist die virtuelle Welt damit zum zweiten Lebensraum geworden – mit allen positiven wie negativen Folgen. Deshalb müssen die Aufklärung und Information über Cybermobbing verbessert werden. Wenn ein Schüler gemobbt wird, empfiehlt die TK als erste Hilfe: die Beweise (E-Mails, Fotos, SMS) sichern,  sich Hilfe von Eltern oder Lehrern holen, nie zurückmobben, mit dem Anbieter der Internet-Plattform Kontakt aufnehmen.

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