Einbrüche deckt die Hausratversicherung - Diebstähle nicht

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Stefan Ginder, Sprecher BVK Bezirksverband Kassel. Foto: Archiv

Waldeck-Frankenberg. Offene Fenster und Balkontüren sind Einladungen für Diebe."Von der Hausratversicherung ist oft kein Cent zu erwarten"

Waldeck-Frankenberg. Offene Fenster und Balkontüren sind Einladungen für Diebe.

"Von der Hausratversicherung ist oft kein Cent zu erwarten", berichtet Stefan Ginder, Sprecher des Bezirks Kassel im Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK).

Bis zu täglich 1.500 Einbrüche werden an heißen Sommertagen in Deutschland registriert, von denen jedoch etliche nach Versicherungs-Definition einfache Diebstähle und damit unversichert sind.

Wer in einer oberen Etage wohnt, ist etwas aus dem Schneider. Denn wenn dort nicht verschlossene Fenster als Ein- und Ausgänge genutzt werden, ist dies dem Einbruch gleichgestellt. Die Hausratversicherung zahlt. Gerichte stellen hier bei Betrachtung des Tathergangs auf "eine ungewöhnliche Art der Fortbewegung" ab.

Wenn Geld und Sachen ohne naheliegende Erklärung verschwunden sind, sollte man auf jeden Fall die Polizei und den betreuenden Versi-cherungskaufmann einschalten, rät Stefan Ginder, "denn außer für den Einbruchdiebstahl ist die Versicherung zum Beispiel noch zuständig, wenn sich ein Dieb mit illegalen Nachschlüssel einschlich oder sogar mit den richtigen Schlüsseln, wenn sie durch Raub oder Einbruch er-langt wurden."

Die systematische Spurensuche kann manchmal die Entschädigung retten. Nach einem Spind- oder Schrankeinbruch (zum Beispiel im Schwimmbad) gibt es Schadenersatz, da die Hausratversicherung auch eine Außenwirkung hat. Sogar dann, wenn beispielsweise durch Kratzspuren nachgewiesen werden kann, dass der Dieb Nachschlüssel oder einen Dietrich benutzt hat.

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