Erbrecht

Harmut Mitze, RechtsanwaltHat der oder die Verstorbene keine Anweisungen hinterlassen oder sogar schon mit der Friedhofsverwaltung oder dem Best

Harmut Mitze, Rechtsanwalt

Hat der oder die Verstorbene keine Anweisungen hinterlassen oder sogar schon mit der Friedhofsverwaltung oder dem Bestatter Vereinbarungen getroffen, liegt die Entscheidung ber den Ort der letzten Ruhesttte und ber die Einzelheiten der Beerdigung bei den nchsten Angehrigen in gesetzlich genau festgelegter Reihenfolge. Sind mehrere gleichrangige Verwandte zur Entscheidung berufen und knnen sich diese nicht einigen, ist die Ortsblichkeit magebend.Unabhngig von der Totenfrsorge ist die Frage der Kostentragung geregelt.Zunchst ist der Erbe oder sind die Erben fr die Kosten verantwortlich. Die Kosten sind, soweit dies mglich ist, dem Nachlass zu entnehmen. Haben alle Erben ausgeschlagen, trifft die Kostenlast die gesetzlich Unterhaltspflichtigen.In der Praxis werden bei Unklarheiten die Kosten meist vorlufig von der Stadt oder der Gemeinde bernommen. Diese versuchen dann, von dem Unterhaltspflichtigen Ersatz zu erlangen.Sind die Angehrigen aber selbst nicht zur Zahlung in der Lage, trgt der zustndige Sozialhilfetrger die Kosten. Sind hingegen die Angehrigen leistungsfhig, mssen sie die Kosten erstatten oder gleich selbst tragen auch wenn der Nachlass berschuldet ist.Wenn der Sozialhilfetrger die Kosten bernimmt, bleibt doch die Durchfhrung Sache der Angehrigen. Hier ist Vorsicht angebracht. Erstattungsfhig sind nur die Kosten einer schlichten ortsblichen Beerdigung. Hierzu gehren die Gebhren aller Art, das Einsargen und der Sarg oder das Verbrennen und die Urne sowie die Verbringungskosten. Ebenso bernommen werden der Blumenschmuck fr die Friedhofskapelle, ortsblicher Grabschmuck, eine Einfassung und ein einfaches Grabkreuz.

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