Familienrecht

Bernhard Gna, RechtsanwaltWenn Eheleute auseinander gehen, werden im Scheidungsverfahren fast immer die Ansprche auf Altersversorgu

Bernhard Gna, Rechtsanwalt

Wenn Eheleute auseinander gehen, werden im Scheidungsverfahren fast immer die Ansprche auf Altersversorgung aufgeteilt; der Versorgungsausgleich ist fester Bestandteil jedes Scheidungsverfahrens. In der Regel muss einer der Geschiedenen dem anderen Teile seiner Rente abgeben. Der Versorgungsausgleich wird nun mit weitreichenden Folgen reformiert. Der Stichtag fr den bergang zum neuen Recht ist der 1. September 2009.Wer eine Scheidung plant und den richtigen Zeitpunkt der Antragstellung bestimmt, kann so zwischen dem alten und dem neuen Recht zum Versorgungsausgleich whlen. Die meisten Ausgleichsempfnger werden durch das neue Recht besser, die meisten Ausgleichspflichtigen aber schlechter gestellt.Wenn das Verfahren des Versorgungsausgleichs vor Inkrafttreten der neuen Regelung eingeleitet wird, gilt das alte Recht. Der Versorgungsausgleich wird normalerweise zusammen mit dem Scheidungsverfahren abgewickelt. Wichtig ist, dass der Scheidungsantrag dem anderen Ehegatten vor dem Stichtag zugestellt wird.Die grten Unterschiede kann es bei Rentnern und Pensionren geben. Sie werden durch die Streichung des so genannten Rentner-Privilegs deutlich schlechter gestellt. Das Rentner-Privileg bedeutet folgendes: Ein Rentner lsst sich scheiden. Die Ex-Frau ist jnger und arbeitet noch. Deswegen bleibt die Rente des Mannes bisher vorlufig ungekrzt. Erst wenn auch die Frau Rente bezieht, wird die Rente des Mannes um den Teil gekrzt, den nun die Frau bezieht. Das heit, solange der geschiedene Partner noch nicht selbst in Rente gegangen ist, bleibt die Versorgung des Rentners trotz des Versorgungsausgleichs ungekrzt.

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