Faschingsunfälle vermeiden

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Stefan Ginder, Sprecher BVK Bezirksverband Kassel. Foto: Archiv

 In den nächsten Wochen geht es wieder hoch her. In den Faschingshochburgen haben die Narren das Sagen. Bei aller Ausgelassenheit können jedoch Unf

 

In den nächsten Wochen geht es wieder hoch her. In den Faschingshochburgen haben die Narren das Sagen. Bei aller Ausgelassenheit können jedoch Unfälle unter Alkoholeinfluss finanziell schlimm enden. Denn private Unfallversicherungen zahlen bei bleibenden Schäden nicht, wenn nachgewiesen wird, dass der Unfall unter Alkoholeinfluss passiert ist. Ausnahme: Es gibt Komfortversicherungen, die trotzdem leisten."Auf den Festen der guten Laune - in Sälen, auf der Straße, in Kneipen - geht es fast nie ohne Schäden zu. Auch wenn sie nicht dramatisch sind, sollte man sie unbedingt melden", betont Stefan Ginder, Sprecher des Bezirks Kassel im Bundesverband Deutscher Versiche-rungskaufleute (BVK). Allerdings muss man gute Nerven und Geduld haben, bis feststeht, welche Versicherung den Schaden - bis hin zu Verdienstausfall - zahlen soll. Die Veranstalter gelten fast immer als erste Adresse für Ansprüche. Zum Beispiel, wenn durch fliegende Kamellen oder Pralinenschachteln "was ins Auge ging". Doch einige Gerichte meinen, dass Zuschauer, die an Veranstaltungen mit "Wurfgeschossen" teilnehmen, wohl auch mit geringen Verletzungen einver-standen sind und daher nicht für jede Schramme ein Schmerzensgeld und für jede Brille Schadenersatz verlangen können.Die Karnevalsvereine sichern sich mit Veranstalter-Haftpflichtversicherungen ab, ihre Prinzen, Jungfrauen und Wagenlenker sind immer damit unterwegs. Aber ehe die Versicherungen zahlen, klären sie untereinander ab, wer für den Schaden aufkommen soll. Und das kann dauern. Zeugen können einem Unfallopfer da enorm helfen, weil ihre Beobachtungen komplizierte Abklärungen beschleunigen.

Maskerade  verboten

Während der Karnevalstage interessiert die Polizei nicht nur der Alkoholpegel. Wer als Clown, einäugiger Pirat oder Batman maskiert am Steuer sitzt, riskiert zusätzlich eine Anzeige und Punkte in Flensburg. Denn was die Sicht einengt und das Gehör beeinträchtigt, ist im Verkehr verboten. "Und es kann bei einem Unfall den Schadenersatz erheblich vermindern", warnt Stefan Ginder. "Die Vollkasko reduziert womöglich den Schadenersatz, und die Kfz-Haftpflicht kann sogar einen Regress fordern."

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