Gefahr per E-Mail: Verbraucherzentrale warnt

Waldeck-Frankenberg. In diesen Tagen erhalten viele Verbraucher bundesweit wieder dubiose E-Mails, in deren Anhang sich sogenannte Trojaner und sonst

Waldeck-Frankenberg. In diesen Tagen erhalten viele Verbraucher bundesweit wieder dubiose E-Mails, in deren Anhang sich sogenannte Trojaner und sonstige Schadsoftware befinden – Programme, die sich auf dem PC des Empfängers installieren und Daten ausspähen können.

In der Mail wird der Empfänger als Nutzer begrüßt oder zur Registrierung zu einem "PremiumEMail-Dienst" beglückwünscht. Angeblich haben sich die Verbraucher für ein "Upgrade" angemeldet, mit dem sie jetzt "bis zu 650 Mitteilungen pro Monat gebührenfrei versenden" und ihr "Onlinespeichervolumen" um 10 Gigabyte erweitern könnten. Wer die angehängte zip-Datei anklickt, läuft Gefahr sich Schadprogramme einzufangen. Die Verbraucherzentrale Hessen hat hier nur einen Rat: Die Mail durch Löschen am besten gleich in den virtuellen Papierkorb schicken.

"Wir sind sehr erfreut, Ihnen mitteilen zu können, dass Sie sich für Premium Mail eingetragen haben" oder "herzlichen Glückwunsch, Ihr Premium Email Upgrade ist aktiviert worden, heißt es einleitend. Für den "Service" sollen sehr unterschiedliche Beträge "von Ihrem Bankkonto abgetragen” oder auch "von Ihrem Konto abgebucht” werden. Mal sind es 23,99 Euro monatlich, mal 96,26 Euro, mal 376,69 Euro oder auch 394,79 Euro für die Jahresregistrierung.

Die Mails stammen stets von kryptischen Absenderadressen wie etwa "clintuscan@cs.com”, "claudioalcerro@cablecolor.com", rdcrank@suddenlink.net oder "sanjay@bellarefamily.com". Wer sich dahinter verbirgt, wird nie verraten.

Alle Nachrichten enden nur: "Mit freundlichen Grüßen, Ihr Kundenservice”. Im Anhang der E-Mail findet sich eine zip-Datei, der die Empfänger "die Zahlungsauforderungen” entnehmen sollen. Dort fänden sie auch das Formular für die zweiwöchige Kündigungsfrist. Verbraucher, die über den Antwortbutton versuchen, sich an den Absender der Mails zu wenden, berichten immer wieder, dass ihre Mails nicht zugestellt werden können, da es die Adresse nicht gebe.

Die Verbraucherzentrale Hessen rät, die Mails am besten gleich in den Papierkorb zu verschieben. Bei diesen Spam-Mails geht es nicht um einen wirksamen Vertragsschluss, so dass auch keine Zahlungsverpflichtung für den Verbraucher besteht. Wer dennoch den gefährlichen Anhang geöffnet hat, sollte am besten einen Computerfachmann zu Rate ziehen.

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