Gegen Billiglohn

Waldeck-Frankenberg. Gtesiegel fr heimische Saisonarbeiter-Betriebe: Mit Beginn der Erntesaison startet die IG Bauen-Agrar-Umwelt N

Waldeck-Frankenberg. Gtesiegel fr heimische Saisonarbeiter-Betriebe: Mit Beginn der Erntesaison startet die IG Bauen-Agrar-Umwelt Nordhessen eine Initiative gegen Lohndumping und schlechte Arbeitsbedingungen von Saisonarbeitern.ber eine spezielle Zertifizierung will die Gewerkschaft unserise Arbeitgeber in der Landwirtschaft in Nordhessen enttarnen. Hierzu hat die IG BAU das Gtesiegel Faire Saisonarbeit entwickelt, das in diesem Jahr erstmals an Arbeitgeber vergeben wird, die Mindeststandards bei der Beschftigung von Erntehelfern einhalten. Untersttzt wird die Initiative von der Europischen Kommission.

6,99 Euro die Stunde

IG BAU-Bezirksverbandsvorsitzender Harry Trube: Die Arbeitsbedingungen von Saisonarbeitern sorgen jedes Jahr aufs Neue fr negative Schlagzeilen. Immer wieder gibt es Flle, wo Erntehelfer zu Hungerlhnen beschftigt oder in Containern menschenunwrdig untergebracht werden. Mit dem Qualittssiegel knnen Betriebe in Nordhessen jetzt erstmals nachweisen, dass bei ihnen ordentliche Arbeitsbedingungen herrschen. Und die Verbraucher knnten sicher sein, dass die Produkte aus diesen Betrieben nicht zu Dumpinglhnen geerntet wrden: Der europische Durchschnittslohn liege im Westen bei 6,99 Euro pro Stunde.Der fr diesen Bereich zustndige Gewerkschaftsfachsekretr Ralf Helwerth sagt: Die Unternehmen knnen sich auf freiwilliger Basis an der Initiative Faire Saisonarbeit beteiligen. Beim Firmen-Check durch die IG BAU geht es darum, ob den Saisonarbeitern ein angemessenes Einkommen gezahlt wird, ob sie vernnftig untergebracht werden und ob sie auf der Grundlage eines ordentlichen Arbeitsvertrages beschftigt sind.Arbeitgeber, die sich zur Einhaltung der Mindeststandards verpflichten und das auch nachweisen, bekommen das Zertifikat.Nur fr Betriebe, die etwas zu verbergen htten, gbe es einen Grund, sich nicht an der Zertifizierung zu beteiligen, so der Verband.

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