Gemeine Abzocke bei Hinterbliebenen

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Trauernder am Grab

Waldeck-Frankenberg. Abzocker lassen sich gerne immer wieder neue Maschen einfallen. In den letzten Tagen wurde eine besonders verwerfliche Masche bek

Waldeck-Frankenberg. Abzocker lassen sich gerne immer wieder neue Maschen einfallen. In den letzten Tagen wurde eine besonders verwerfliche Masche bekannt. Die "Agentur für Meldepflicht" (AfM) verschickt derzeit unaufgefordert "Angebote" an Hinterbliebene, um in deren Auftrag bei Kreditsicherungsunternehmen und Kreditsicherungszentralen wie der SCHUFA Holding AG, CREDITREFORM, DWA Wirtschaftsauskunft und ARVATO Infoscore entsprechende Einträge zu löschen.

Sofort wird ein Kostenbeitrag von 47,42 Euro in Rechnung gestellt. Die Firma "Agentur für Meldepflicht" AfM vermittelt dabei den Eindruck, bereits tätig geworden zu sein und somit einen rechtmäßigen Anspruch auf das Geld erworben zu haben. "Augenscheinlich zielt diese Firma auf die Ausnahmesituation ab, in der sich die Trauernden befinden, so dass eine Begleichung des Rechnungsbetrages in dieser relativ geringen Höhe sehr wahrscheinlich scheint", schätzt Volker König Polizeihauptkommissar die Situation ein.

Am 11. März2011 sind erstmals in Westfalen diese dubiose Schreiben der "Agentur für Meldepflicht" anzeigt worden. Jetzt sind auch die ersten Fälle in Waldeck-Frankenberg bekannt. Die zuständige Staatsanwaltschaft prüft, ob mit diesen Schreiben bereits Straftatbestände erfüllt sind. Die Polizei warnt ausdrücklich vor diesen "Machenschaften" und rät: "Zahlungen sollten nicht geleistet werden. Wenden Sie sich an ihre zuständige Polizeistation."

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