Genusswanderung mit Schnucken-Schorsch und seiner Herde

Bad Wildungen. Am kommenden Sonntag, den 18. September, lädt Diplombiologe Georg "Schorsch" Schutte vom Schnuckenprojekt Edersee gemeinsam

Bad Wildungen. Am kommenden Sonntag, den 18. September, lädt Diplombiologe Georg "Schorsch" Schutte vom Schnuckenprojekt Edersee gemeinsam mit Ranger Volker Nagel zu einer besonderen Wanderung in den Nationalpark Kellerwald-Edersee ein.

Gemeinsam mit den Teilnehmern zieht er mit einer rund 40-köpfigen Heidschnuckenherde von der Koppe zum Fahrentriesch. Während dieser Tour werden spannende Informationen und Köstlichkeiten rund um die wolligen Naturschützer geboten.

Familie Schutte erzählt von ihrem Arbeitsalltag mit den vierbeinigen, wolligen "Rasenmähern", die auf ganz natürliche Weise zum Erhalt und zur Pflege der wenigen Kulturlandschaften im Nationalpark Kellerwald-Edersee beitragen. Tatkräftige Unterstützung erhält "Schnucken-Schorsch" von seinen treuen Gefährten Tiger und Pfeil, den Hütehunden.

Treffpunkt ist um 10:00 Uhr am Wanderparkplatz Altenlotheim (Koppe). Dort werden die Wanderer auch Ranger Volker Nagel treffen, der während der Tour bereits Spannendes zum Nationalpark verraten wird. Beispielsweise, dass auf fast 90 Prozent der Nationalparkfläche das Motto " Natur Natur sein" gilt und die Nationalparkverwaltung lediglich auf den verbleibenden 10 Prozent noch eingreift. Triescher z. B. sind solche Dauerpflegeflächen, die als besondere Kulturlandschaft erhalten und für Besucher erlebbar bleiben sollen und daher noch mit Heidschnucken beweidet werden. Andere Spuren menschlicher Einflüsse sollen jedoch entfernt werden.

Um Anmeldung wird bis Samstag, den 17. September, um 16:00 Uhr unter der Telefonnummer 06455-75 55 17 gebeten. Für die Führung und das Mittagessen wird ein Unkostenbeitrag von 12 € pro Person erhoben. Die Veranstaltung wird voraussichtlich gegen 16:00 Uhr enden.

Hintergrund:

Schnuckenprojekt am Edersee

Landschaftspflege mit Heidschnucken – das ist ein wertvoller Beitrag zur Erhaltung wertvoller Kulturbiotope im und um den Nationalpark. Diplombiologe Georg Schutte hat sich dieser Aufgabe verschrieben.

Unterstützen kann man das "Schnuckenprojekt am Edersee" durch den Kauf von gesunden Heidschnuckenprodukten wie Fleisch, Wurst, Fellen, Wolle oder Hörnern. Die Tiere leben ganzjährig im Freien, rasen auf ungedüngten, kräuterreichen Wiesen und erhalten im Winter Öko-Heu, ihr Fleisch gilt als Delikatesse.

Heide

Das Besondere an der Landschaft um Altenlotheim ist die außergewöhnlich hohe Zahl an verschiedenen Heidetypen. So gibt es die Wacholderheide, die Heide, die viele aus der Lüneburger Heide kennen. Doch auch der Borstgrasrasen auf dem Fahrentriesch ist eine Art Heide, ebenso, wie der Silikatmagerrasen auf der Koppe und die Heidelbeerheide. Allen gemeinsam ist die Entstehungsgeschichte. Heiden sind vom Menschen und seinen Haustieren geformte ehemalige Waldflächen. Schafe und Ziegen, die die "Kühe des kleinen Mannes" waren, wurden auf diese Fläche getrieben und haben den Aufwuchs von Wald verhindert. Übrig geblieben sind die Wacholderbüsche, die den Schafen und Ziegen nicht schmeckten und das Heidekraut, das den Verbiss durch die Tiere ausgehalten hat. Auf diesen Flächen haben sich viele Tierarten des Freilandes optimal entwickelt und sind heute Raritäten. Zu ihnen gehören Reptilien, Vögel, Wanzen, Bienen und eine Unzahl angepasster weiterer Pflanzen bis hin zu Orchideen. Aus diesem Grund werden die Flächen auch heute noch gepflegt, regelmäßig mit Schafen beweidet und auch ab und zu von Baum- und Strauchwuchs befreit.

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