Girls'Day und Boys'Day verbessern Berufsaussichten

+

Region.  Das Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit hat mehr als 5.000 Unternehmen und fast 20.000 Jugendliche im Anschluss an die Akti

Region.  Das Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit hat mehr als 5.000 Unternehmen und fast 20.000 Jugendliche im Anschluss an die Aktionstage Girls'Day und Boys'Day 2012 befragt. Neben der ungebrochen großen Beliebtheit bei den Jugendlichen (über 90 Prozent finden den Girls'Day bzw. Boys'Day gut bzw. sehr gut), sind auch die Unternehmen von den Aktionstagen überzeugt.

Seit 2011 findet der Boys'Day einmal im Jahr parallel zum Girls'Day statt

2012 haben sich mehr als 4.700 Unternehmen und Einrichtungen mit Tagespraktika oder Workshops speziell für Jungen beteiligt. Organisationen, die ein Tagespraktikum angeboten haben, nutzten den Boys'Day in erster Linie um Jungen gezielt auf ihre Berufsspektren aufmerksam zu machen und so den Anteil männlicher Beschäftigter zu erhöhen. Zusätzlich wollen sich die Unternehmen mit dem Boys'Day neue Personalressourcen erschließen. Für die über 33.000 Jungen, die jährlich am Boys'Day teilnehmen können, ergibt sich hier eine echte Chance mit zukünftigen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern in Kontakt zu treten.

Jedes sechste Unternehmen hat eigene Girls'Day-Teilnehmerinnen eingestellt

2012 wollte jedes dritte Mädchen in dem am Girls'Day kennengelernten Beruf ein Praktikum machen oder sogar eine Ausbildung beginnen. Auch die Unternehmen melden ähnliche Erfolge. 27 Prozent der Unternehmen, die bereits vor 2012 am Girls'Day teilgenommen haben, erhielten in der Zwischenzeit Bewerbungen von ihren ehemaligen Girls'Day-Teilnehmerinnen. Mehr als die Hälfte der Unternehmen (60 Prozent) hat diese Bewerberinnen eingestellt. Auf alle teilnehmenden Unternehmen übertragen ist dies ein Anteil von 16 Prozent - bzw. jedes sechste Unternehmen.

Jungen sind aufgeschlossen und engagiert

Entgegen vielfacher Vorurteile haben Jungen großes Engagement für den Boys'Day und die damit verbundene alternative Berufs- und Lebensplanung bewiesen. 60 Prozent der Jungen haben sich ihren Platz selbst gesucht und knapp ein Drittel der Boys'Day-Angebote 2012 kam aufgrund der Eigeninitiative von Jungen zustande, indem diese selbstständig bei Unternehmen Tagespraktika nachfragten. Auch sind Jungen den am Boys'Day vorgestellten Berufen gegenüber aufgeschlossen: Mehr als die Hälfte der Jungen hat einen Beruf kennengelernt, der sie interessiert. Jeder vierte Junge kann sich sogar vorstellen, in dem kennengelernten Beruf später zu arbeiten.

Girls'Day steigert Anteil der Teilnehmerinnen mit Migrationshintergrund

In Deutschland haben junge Frauen mit Migrationshintergrund die schlechtesten Aussichten auf einen Ausbildungs- und Arbeitsplatz. Ihre Chancen liegen deutlich hinter denen junger Männer mit Migrationshintergrund sowie hinter denen von Frauen und Männern ohne Migrationshintergrund. Deshalb hat die Bundesweite Koordinierungsstelle Girls'Day im Vorfeld des Girls'Day 2012 verstärkt über dieses Thema aufgeklärt und Mädchen mit Migrationshintergrund noch gezielter angesprochen. So konnte der Anteil an Mädchen mit Migrationshintergrund am Girls'Day 2012 um 2 Prozent gesteigert werden. Fast ein Viertel der Mädchen hat einen Migrationshintergrund.

Fotos: Veranstalter

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Nach Unfall: Jetzt muss Ed Sheeran etliche Konzerte absagen

Ed Sheeran (26, „Galway Girl“) muss nach seinem Fahrradunfall etliche Auftritte absagen. „Ein Besuch bei meinem Arzt hat Brüche in meinem rechten Handgelenk und linken …
Nach Unfall: Jetzt muss Ed Sheeran etliche Konzerte absagen

Auseinandersetzungen mit Rechten auf der Buchmesse

Der Umgang mit der Neuen Rechten hat die Frankfurter Messe von Beginn an beschäftigt. Beim Besuch des AfD-Rechtsaußen Björn Höcke kommt es am Samstag zu Konfrontationen …
Auseinandersetzungen mit Rechten auf der Buchmesse

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.