Haareschneiden wird Luxus

Waldeck-Frankenberg. Das Friseurgewerbe kmpft mit Strukturproblemen. Preiserhhungen sind kaum durchzusetzen, sagt Ingrid von

Waldeck-Frankenberg. Das Friseurgewerbe kmpft mit Strukturproblemen. Preiserhhungen sind kaum durchzusetzen, sagt Ingrid von Knberg, Obermeisterin der Friseur-Innung Waldeck-Frankenberg. Kunden wechseln nicht unbedingt den Laden. Sie kommen einfach seltener. Frauen gehen statistisch gesehen 5,2 Mal im Jahr zum Friseur, Mnner 6,85 Mal. 39 Prozent der deutschen Bevlkerung gehen gar nicht zum Friseur, berichtet von Knberg. Sie lieen sich privat die Haare schneiden, das heit entweder selbst gemacht oder schwarz. Der Gesamtumsatz der Branche von schtzungsweise fnf Milliarden Euro knnte ohne Schwarzarbeit um bis zu ein Viertel hher liegen, meint von Knberg. Die Zahl der Betriebe nimmt seit Jahren stetig zu, die der Beschftigten dagegen ab. Wir sind eine Branche mit richtigen Strukturproblemen, sagt von Knberg. Fr den Friseurverband ist das ein Zeichen, dass es immer mehr Kleinselbststndige gibt. Ausnahmeregelungen der Handwerksordnung erleichtern dies. So ist der Meisterbrief keine Voraussetzung mehr fr die Selbststndigkeit. Es gengt eine mehrjhrige Berufserfahrung als Geselle. Nach Verbands-Schtzungen gibt es etwa 20.000 Friseur-Kleinstbetriebe. Dem Verband ist dies ein Dorn im Auge. Viele davon seien nach der Kleinunternehmerregelung von der Umsatzsteuer befreit. Von Knberg: Sie haben oft weder Auszubildende noch Angestellte und somit weniger Kosten. Dadurch knnten sie Dienstleistungen billiger anbieten und machten mittelstndischen Betrieben unfaire Konkurrenz. Das vergangene Jahr der Friseur-Innung war geprgt von Aktivitten, sagt die Obermeisterin. Haarschneiderseminare, Studienfahrten und Seminare zur neuen Ausbildungsordnung und zur Betriebswirtschaft wurden durchgefhrt.

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