,Hantavirus’ breitet sich aus

Waldeck-Frankenberg. Seit Anfang des Jahres hat die Zahl der Hantavirus-Infektionen in Hessen deutlich zugenommen. Von Januar bis Juli haben sich land

Waldeck-Frankenberg. Seit Anfang des Jahres hat die Zahl der Hantavirus-Infektionen in Hessen deutlich zugenommen. Von Januar bis Juli haben sich landesweit 83 Menschen mit dem gefhrlichen Virus infiziert. Im vergangenen Jahr wurden indes lediglich vier Infektionen gemeldet. Das Hantavirus wird von Ratten und Musen bertragen und kann im schlimmsten Fall zu einem akuten Nierenversagen fhren. Das teilt die Techniker Krankenkasse mit. Hantaviren werden von infizierten Tieren ber Speichel, Urin und Kot ausgeschieden und knnen darin einige Zeit infektis bleiben.

Die Virusinfektion selbst kann unbemerkt oder so leicht verlaufen, dass sie dem Betroffenen gar nicht auffllt. Es kann allerdings auch zu schweren Krankheitsverlufen mit ber drei bis vier Tage anhaltendem hohem Fieber sowie Kopf-, Bauch- und Rckenschmerzen kommen. Zudem knnen Blutdruckabfall und Nierenfunktionsstrungen bis zum akuten Nierenversagen auftreten. bertragen werden die Hantaviren beim Einatmen virushaltigen Staubes oder Luft, durch den Kontakt der verletzten Haut mit kontaminiertem Staub oder durch Bisse.

Ein besonderes Risiko besteht in Kellern, Schuppen, Dachbden, Stllen oder verlassenen Gebuden, in denen sich Muse aufhalten oder aufgehalten haben. Die Krankenkasse rt, vor einem Aufenthalt in diesen Bereichen die Rume ausreichend zu lften. Beim Entfernen von Musekot und Nestmaterial sollten eine Atemschutzmaske und Einmalhandschuhe getragen und mglichst wenig Staub aufgewirbelt werden. Vor dem Entfernen von toten Musen, Fallen und Kot sollten die Rume grndlich mit einem Reinigungs- oder Desinfektionsmittel benetzt werden. Die benutzten Putzlappen und Reinigungsabflle knnen in verschlossenen Plastikbeuteln ber den Hausmll entsorgt werden.

Hantavirus-Infektionen kommen das ganze Jahr ber vor.

Besonders hoch ist die Infektionsgefahr jedoch in den Frhjahrs- und Sommermonaten von Mai bis September. Bundesweit wurden nach Angaben des Robert-Koch-Instituts in Berlin in den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres insgesamt 1.240 Flle registriert. 2009 waren es lediglich 181 Krankheitsflle. Zum glck gibt es noch keine gemeldeten Flle im Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.