Heizen mit heimischem Holz

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Holz

Wenn es Herbst wird und das Laub von den Bäumen abgefallen ist, beginnt in den hessischen Wäldern traditionell die Laubholzernte, bei der die Baumar

Wenn es Herbst wird und das Laub von den Bäumen abgefallen ist, beginnt in den hessischen Wäldern traditionell die Laubholzernte, bei der die Baumarten Buche, Eiche, Esche, Hainbuche und Ahorn eingeschlagen werden. Hierbei fällt neben dem Stammholz, das in der Sägeindustrie und bei den Furnierherstellern verarbeitet wird, auch das sogenannte Industrieholz an. Dies ist Holz, das aufgrund seiner Dimension oder Qualitätseigenschaften nicht für die Verarbeitung zu Balken, Brettern, Schwellen oder Furnierholz geeignet ist. Dieses Holz wird entweder an die Spanplatten-, Zellstoff- oder Papierhersteller geliefert (stoffliche Verwertung) oder wird zu Heizzwecken (energetische Verwertung) verwendet.

Durch die in den vergangenen Jahrzehnten ständig steigenden Energiepreise bei Öl und Gas liegt das Heizen mit Holz in privaten Haushalten voll im Trend. Das Forstamt Diemelstadt verkauft aus dem Kommunal- und Privatwald jährlich zwischen 9.000 bis 16.000 Festmeter Brennholz an private Brennholzverbraucher. Der überwiegende Teil dieses Holzes wird in den 12 Revieren des Forstamtes als "Brennholz in langer Form am Wegesrand" bereitgestellt. Dieses Holz wurde von den Forstwirten der Waldbesitzer oder von Einschlagsunternehmern gefällt, entastet, als Einzelstamm vermessen und dann mit Rückeschleppern an die festen Waldwege gerückt. Dieses Holz wird im Festmaß verkauft.

Ein Festmeter ohne Rinde entspricht dabei einem massiven Holzwürfel mit einer Kantenlänge von jeweils einem Meter. Ein deutlich kleinerer Teil des Brennholzes wird von Brennholzselbstwerbern nachgefragt; diese arbeiten im Bestand die bei der Holzernte zurückbleibenden Laubholzkronen und Resthölzer auf und transportieren dieses Holz an die festen Wege. Hier wird dieses Holz aufgestapelt, vom Förster vermessen und im sogenannten Raummaß verkauft. Ein Raummeter mir Rinde entspricht dabei ca. 0,6 bis 0,7 Festmetern ohne Rinde, je nachdem wie gut das Holz gelagert ist, bzw. wie dick die einzelnen Holzstücke sind.

Das Forstamt Diemelstadt weist darauf hin, dass aus Gründen des Arbeitsschutzes eine Aufarbeitung des Holzes im Walde nur zulässig ist, wenn die aufarbeitende Person den Nachweis der Teilnahme an einem Motorsägenschein erbringt und bei der Arbeit mit der Motorsäge die erforderliche Sicherheitsausrüstung trägt.

Wer sich für Holz vom Forstamt Diemelstadt interessiert, kann bis zum 15. November 2011 bei den zuständigen Revierleitern direkt vorzubestellen und dort die Preise erfahren. Ein Anschriftenverzeichnis aller Revierförstereien befindet sich auf der Homepage des Forstamtes www.hessen-forst.de oder kann telefonisch beim Forstamt Diemelstadt unter 05694-99163-0 erfragt werden.

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