Heute knallt’s

Sachsenberg. Ähnlich wie nach einer Ballonfahrt, nach der man mit Sekt getauft wird, ist es nach bestandener Prüfung zum Großfeuerwerker Sitte, das

Sachsenberg. Ähnlich wie nach einer Ballonfahrt, nach der man mit Sekt getauft wird, ist es nach bestandener Prüfung zum Großfeuerwerker Sitte, dass der neue Großfeuerwerker auf eigene Kosten einen ,,Einstand" gibt und mit dem Feuerwerk seine Tätigkeit nachweist.

Der frischgebackene Großfeuerwerker Frank Wendzik wird heute um 21.40 Uhr auf einem Feld nahe der Knöchelhalle am Rande Sachsenbergs ein sieben bis acht minütiges Großfeuerwerk starten, welches ihn fast 5.000 Euro kosten wird. Der Höhepunkt des Feuerwerks wird der Abschuss einer "Stutata" sein. Beim Abschuss entwickelt sie einen Rückstoß von fünf bis sechs Tonnen, fliegt 150 Meter hoch und wird ein riesiges Mosaik aus vielen Sternbombetten bilden. Allein dieser Abschuss kostet 1.800 Euro.

Nahe der Knöchelhalle wird es Würstchen und entsprechend viel Getränke geben. Frank Wendzik dient im "normalen Leben" bei der Bundeswehr als Hauptfeldwebel und lernte dort den Sprengmeister Christoph Jako kennen. Dieser bildet unter anderem auch Großfeuerwerker aus,  schließlich auch Frank Wendzik. Der musste sich zunächst aber erst einmal alle erforderlichen Unbedenklichkeitsbescheinigungen beschaffen und war zudem kostenloser Helfer bei 26 Großfeuerwerken.

Nach fast drei Jahren legte er mit 20 weiteren Teilnehmern die schriftliche und praktische Prüfung zum Großfeuerwerker ab. Jetzt hat Wendzig die neue Befähigung zum Gewerbe angemeldet, räumt aber auch gleichzeitig ein, dass man als Großfeuerwerker nicht reich werden kann. Bei der Bundeswehr absolvierte er deshalb eine Ausbildung zu IT Systemkaufmann und will Berufssoldat werden.

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