Märchenhaftes Jubiläum

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Kassel. Gestern vor 200 Jahren – am 20. Dezember 1812 – erschien der erste Band der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm. Mit einem Festakt

Kassel. Gestern vor 200 Jahren – am 20. Dezember 1812 – erschien der erste Band der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm. Mit einem Festakt im Staatstheater Kassel haben das Land Hessen und die Stadt Kassel am Jahrestag symbolisch das Grimm-Jubiläumsjahr eröffnet. Auf dem Programm stand Engelbert Humperdincks Märchenoper "Hänsel und Gretel".

"Vor 200 Jahren begann der Siegeszug der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm, der großen Söhne unserer Stadt", sagte Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen. "Es fügt sich, dass die beiden gemeinsam mit ihrem Maler-Bruder Ludwig Emil zu dem Zeitpunkt geehrt und ihr Lebenswerk gewürdigt werden, da die Stadt, in der sie so lange gelebt und in der sie die Grundlage für ihren weltweiten Ruhm gelegt haben, ihr 1100-jähriges Bestehen feiert."

Von der weltweiten Bekanntheit der Grimms habe Kassel stets profitieren können. Doch er sei, so Hilgen weiter, fest davon überzeugt, dass "wir erst jetzt angesichts der guten und engen Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren in Sachen Grimm zwischen der Stadt Kassel, dem Land Hessen und unserer Universität den Anspruch auch tatsächlich eingelöst haben, das Wirken der Grimms als eine Weltmarke zu etablieren".

Die Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann, sagte: "Die Kinder- und Hausmärchen sind bis heute in 170 Sprachen der Welt übersetzt worden und damit das meistverbreitete Buch deutschen Ursprungs, das seit 2005 auch zum Weltdokumentenerbe der UNESCO zählt. Doch Grimm ist weit mehr als allein Märchen: Die Brüder haben auch große Verdienste um die Germanistik und Skandinavistik, die Rechtsgeschichte und die politische Einigung der deutschen Nation in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Sie zählen zu den wichtigsten hessischen Vertretern der deutschen Kulturgeschichte."

Mit einem dichten Veranstaltungsprogramm über das ganze Jahr hinweg und in allen Teilen des Landes sollen nach den Worten der Ministerin die vielfältigen Beziehungen des Lebens und des Werks der Brüder Grimm zu ihrer Heimat Hessen beleuchtet werden. Sie hob besonders den internationalen Grimm-Kongress mit 240 Teilnehmern in dieser Woche an der Universität Kassel und die große Landesausstellung "Expedition Grimm" hervor, die vom 27. April bis 8. September 2013 in der documenta-Halle in Kassel gezeigt wird.

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