Ein Maskotchen wird lebendig

Bad Wildungen. Der Nationalpark Kellerwald-Edersee haucht mit der folgenden Geschichte dem "Boggel" etwas mehr Leben ein:Fragen zum Wahrheit

Bad Wildungen. Der Nationalpark Kellerwald-Edersee haucht mit der folgenden Geschichte dem "Boggel" etwas mehr Leben ein:

Fragen zum Wahrheitsgehalt und zu möglichen Nebenwirkungen beantwortet das Nationalparkamt.

"Es war am Samstag, um 4:31 Uhr morgens, als den Mitarbeitern des Nationalparks ein sensationelles Foto gelang. Sie konnten mit einer Nachtsichtkamera einen Boggel im Bild festhalten und liefern damit den ersten Fotonachweis für diesen scheuen Bewohner des Nationalparks Kellerwald-Edersee.

Mittels einer Fotofalle wird Wildkatzenforschung, die mit der sog. Lockstock-Methode durchgeführt wird, installiert. Bisher konnten mindestens fünf verschiedene Wildkatzen nachgewiesen werden. Die Nationalpark-Mitarbeiter hofften auf ein weiteres Bild dieser seltenen Wildtierart.

Groß waren die Überraschung und die anschließende Freude, als sich die vermeintliche Wildkatze auf dem Fotofallenbild als Boggel herausstellte. Diese Aufnahme ist der erste weltweite wissenschaftliche Nachweis für das Überleben der Boggels.

Prof. em. Dr. Zundermann hat in den vergangenen 30 Jahren intensiv über Boggels geforscht. Er fand heraus, dass der Boggel ein urtümliches Mischwesen, teils Pflanze, teils Tier ist. Große alte und unzerschnittene Buchenwälder mit zahlreichen reinen Quellen und Bächen dienen ihm als Lebensraum.

Durch die zunehmende Gefährdung dieser Wälder schienen auch die Boggels beinahe ausgestorben. Prof. em. Dr. Zundermanns These, dass ein letztes Volk in den Buchenwäldern des Nationalparks Kellerwald-Edersee überlebt habe, konnte in den vergangenen sieben Jahren vermehrte Augenzeugenberichte bestätigen. Sowohl Nationalpark-Mitarbeiter als auch Wanderer hatten beim aufmerksamen Durchstreifen des Großschutzgebietes das Glück, entweder Spuren dieser heimlichen Wesen oder gar einen kurzen Blick auf sich im Buchenblattwerk versteckende Boggel zu entdecken. Das Fotofallenbild stellt nun den langersehnten Nachweis für eine überlebende Boggel-Population im Nationalpark Kellerwald-Edersee dar." Ende der Geschichte

Weitere Informationen zum Boggel können interessierte Bürger oder Zoologen dem Forschungsbericht von Prof. em. Dr. Zundermann "Der Boggel – der im Buchenwald lebt" entnehmen. Dieser ist sowohl im Nationalparkamt in der Laustrasse 8 in Bad Wildungen als auch im Buchhandel erhältlich.

Außerdem bietet die Ausstellungseröffnung des BuchenHauses am 8. April um 13 Uhr die Gelegenheit, sich in die Welt des Boggels zu begeben.

Zur Ausstellung: Das "BoggelReich" ist geheimnisvoll. Wer durch das Nebeltor geht, schlüpft in die Rolle der Boggel. Sieht den Buchenwald aus ungewohnten Blickwinkeln, entdeckt Verborgenes, versteht die Tiere des Waldes und lauscht den Stimmen der Nacht. Kulisse des SchattenWaldes ist ein begehbarer Scherenschnitt. Zehn Stationen vermitteln Spannendes über die Buche und ihren Wald. Im NetzWerk zeigen Luchs, Rothirsch, Uhu und Fledermaus, wie bedeutend der Nationalpark für die Region und für Hessen ist. Anschließend lockt die BodenSchau. Riesige Bodentiere machen verstecktes Leben sichtbar.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.