Medizin: Individuelle Leistungen selber zahlen

Immer häufiger werden Patienten von ihren Ärzten oder den Praxishelferinnen auf "Individuelle Gesundheitsleistungen" angesprochen, abgekü

Immer häufiger werden Patienten von ihren Ärzten oder den Praxishelferinnen auf "Individuelle Gesundheitsleistungen" angesprochen, abgekürzt "IGeL". Dabei handelt es sich um medizinische Leistungen, die von der Krankenkasse nicht mehr bezahlt werden, wie manche Untersuchungen zur Früherkennung. Patienten müssen für diese Leistungen grundsätzlich selbst in die Tasche greifen.

Wer nicht weiß, wie er auf solche Angebote reagieren soll, kann  sich an folgende Checkliste halten:- Hat mir mein Arzt erklärt, warum die individuelle Gesundheitsleistung für mein spezielles gesundheitliches Problem sinnvoll ist? - Hat mir mein Arzt wissenschaftliche Belege für den Nutzen von dieser Leistung genannt? - Hat mich mein Arzt umfassend und verständlich über Nutzen, Risiken und Nebenwirkungen beraten? - Bin ich von meinem Arzt sachlich sowie ohne Drängen informiert worden? - Bin ich von meinem Arzt über die Kosten informiert worden? - Gibt es eine schriftliche Vereinbarung zwischen meinem Arzt und mir zur geplanten Leistung? - Habe ich in der Arztpraxis eine schriftliche Entscheidungshilfe zu der individuellen Gesundheitsleistung bekommen? - Habe ich das Gefühl, dass ich mich für oder gegen eine vom Arzt vorgeschlagene Leistung frei entscheiden kann?

"Nur wer diese Fragen mit "Ja" beantworten kann, ist von seinem Arzt gut beraten worden", erklärt die Techniker Krankenkasse, die gemeinsam mit der Bundesärztekammer und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) den Ratgeber "Selbst zahlen" verfasst hat. Die Broschüre erklärt, worauf jeder achten sollte, der vom Arzt eine solche Leistung angeboten bekommt.

Die Broschüre kann im Internet von der Seite www.tk.de unter "Online-Filiale" heruntergeladen werden.

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