So mildern sie den Jetlag im Urlaub ab

Waldeck-Frankenberg. Rund fünf Millionen Fernreisen haben die Deutschen 2011 unternommen. Auch in diesem Jahr planen wieder viele einen Urlaub weit w

Waldeck-Frankenberg.Rund fünf Millionen Fernreisen haben die Deutschen 2011 unternommen. Auch in diesem Jahr planen wieder viele einen Urlaub weit weg von Daheim. Wer über mehrere Zeitzonen nach Westen reist, dessen Tag wird länger. Bei Reisen gen Osten verkürzt sich der Tag. Der Biorhythmus der Reisenden hinkt dabei oft hinterher. Symptome des Jetlags sind Schlafstörungen, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und Appetitlosigkeit.

"Reisende sollten davon ausgehen, dass ihr Körper für jede Stunde Zeitunterschied einen Tag benötigt, um sich anzupassen", erklärt Jetlag-Expertin Alexandra Schätzle von der Techniker Krankenkasse. Bei Reisen in die USA bräuchte der Organismus beispielsweise etwa eine Woche bis er sich auf die neue Zeit eingestellt habe.

Wer schon einige Tage vor dem Abflug damit beginnt, sich an die neue Ortszeit zu gewöhnen, kann die Auswirkungen des Jetlags abschwächen. "Vor Reisen nach Osten sollten die Urlauber früher als üblich ins Bett gehen. Umgekehrt sollten sie bei Reisen nach Westen länger aufbleiben", weiß Schätzle. Dadurch nähere sich die innere Uhr bereits zu Hause an die Zeit des Zielortes an.

Richtige Ernährung unterstützt das Einschlafen oder Wachbleiben

Nach der Ankunft im Urlaubsparadies hilft es, gleich von Anfang an nach der Ortszeit zu leben. "Schon im Flugzeug macht es Sinn, die Armbanduhren umzustellen. Die Reisenden sollten im Westen aufbleiben, selbst wenn sie nach dem langen Flug müde sind." Eiweißreiche Kost helfe, wach zu bleiben. Im Osten hingegen müssten sich die Urlauber zwingen früher ins Bett zu gehen. "Kohlenhydratreiche Kost erleichtert das Einschlafen."

Wichtig sei, dass die Reisenden den Beginn ihres Urlaubes langsam angehen lassen. "Nach einem Langstreckenflug ist eine Ruhezeit von zwei Tagen ratsam", sagt Schätzle. Die erste Zeit sollten die Urlauber viel Zeit im Freien verbringen. "Denn Sonnenlicht senkt den Melatoninspiegel und hilft, die Tagesmüdigkeit besser zu bewältigen." Spaziergänge sind besonders effektiv, weil Bewegung zusätzlich dafür sorgt, dass man wach und konzentriert bleibt.

Achtung bei Medikamenteneinnahme

Die Zeitverschiebung kann nicht nur den Körper, sondern auch die Medikamenteneinnahme durcheinanderbringen. "Beträgt der Zeitunterschied mehr als zwei Stunden, sollten die Patienten vorher mit ihrem Arzt besprechen, wie sie ihre Medikation anpassen", rät Schätzle. Gehe die Reise in den Osten, verkürze sich der Tag und die Dosis müsse eventuell entsprechend gekürzt werden.

Bei Reisen in den Westen hingegen könne eine höhere Dosis gefragt sein. Das sollten vor allem Diabetiker, die regelmäßig Insulin einnehmen, beachten. Auch Frauen, die die Anti-Babypille verwenden, sollten nach Langstreckenflügen aufpassen. Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekenverbände in Berlin rät, auch im Ausland bei dem von zu Hause gewohnten Zeitpunkt für die Einnahme zu bleiben. Ist die Zeitverschiebung jedoch größer als zwölf Stunden, ist es sinnvoll, eine Zwischenpille zu nehmen. "Zwölf Stunden nach der letzten Pille nehmen die Frauen eine weitere ein. Am Ankunftsort fahren sie dann zur gewohnten Zeit mit der Einnahme fort."

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