Nachtrunk und Verlust des Versicherungsschutzes

Von ROBERT INGENBLEEKNun ist das Betrinken als solches nicht strafbar. Wer befrchtet, dass er Polizei oder Zeugen bei einer Trunkenheitsfahrt od

Von ROBERT INGENBLEEK

Nun ist das Betrinken als solches nicht strafbar. Wer befrchtet, dass er Polizei oder Zeugen bei einer Trunkenheitsfahrt oder einer Unfallflucht aufgefallen ist, mag auf die Idee mit dem Nachtrunk kommen. Zwar bringt er die Ermittler damit in Beweisschwierigkeiten. Doch kommt die Justiz solchen Verkehrsteilnehmern auf die Schliche, kann sich dieses Betrinken in bser Absicht strafschrfend auswirken.

Ein Beispielurteil aus Brandenburg: Ein Autofahrer hatte ohne Fremdbeteiligung einen Unfall gebaut und dabei seinen Wagen beschdigt. Den Schaden machte er gegenber seiner Kaskoversicherung geltend. Doch er scheiterte mit seiner Klage. Nach dem Unfall hatte er sich nmlich zu Hause eingeschlossen, machte 30 Minuten lang den Polizisten nicht auf und goss sich auf der anderen Seite der Tr einen hinter die Binde.

Dadurch wurde es zwar unmglich festzustellen, ob und wie viel Alkohol er beim Unfall intus hatte. Andererseits sei dieses Verhalten eine klare Obliegenheitsverletzung gegenber dem Versicherungsunternehmen, urteilten die Richter des Brandenburgischen Oberlandesgerichts. Denn der Versicherungsnehmer muss alles tun, was zur Aufklrung des Sachverhaltes dienlich sein kann. Doch hier geschah genau das Gegenteil.

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