Netzangriff, Cybermobbing, Internetsicherheit

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Fotos: Veranstalter

Die Anonymität im Internet macht es möglich, die Hemmschwelle ist dort gering, und so können Täter ihre Opfer bloßstellen, belästigen oder falsc

Die Anonymität im Internet macht es möglich, die Hemmschwelle ist dort gering, und so können Täter ihre Opfer bloßstellen, belästigen oder falsche Behauptungen ins Netz stellen. Langeweile, Imponiergehabe, Machtdemonstration oder die Suche nach Anerkennung, auch Enttäuschung über zerbrochene Beziehungen lösen bei manchen heftige Hassgefühle aus.

Waren erst Lehrer die Hauptzielgruppe, sind es mittlerweile oft Mitschüler, die durch Fotos und Videos gezielt bloßgestellt oder lächerlich gemacht werden. Video-Handys mit immer perfekterer Technik, überall und jederzeit verfügbar, machen es möglich. Mangelnde Sensibilisierung der Gesellschaft wird von Experten als ein zunehmendes Problem unserer Zeit angemahnt, eine Anfrage an Eltern und Erzieher, frühzeitig den respektvollen Umgang mit den "Neuen Medien" zu diskutieren und einzuüben. Freie Meinungsäußerung ist ein Grundrecht, aber gezielte herabsetzende Schmähkritik und Verunglimpfung verletzen die Persönlichkeitsrechte und werden mit empfindlichen Strafen geahndet. Verbote von Handys in Schulen wurden in einigen Ländern bereits umgesetzt.

Auch die Präventionswochen in Korbach nehmen sich dem Thema Cybermobbing an:

r@usgemobbt.de

Ein Theaterveranstaltung am 31. Oktober mit anschließender Gesprächsrunde ist für Schüler der Klassen 4 bis 6 bzw. im Alter von 9 bis 12 Jahren gedacht. Die Veranstaltung beginnt um 10.30 Uhr in der Stadthalle Korbach. Ein Kostenbeitrag von einem Euro und Anmeldungen nimmt das beim Jugendhaus Korbach sind dazu nötig.

r@usgemobbt.de ist ein Theaterstück, das die missbräuchlichen Nutzung von Handys und Computern im kindlichen bzw. jugendlichen Alter (9-12 Jahre) thematisiert.

In einer äußerst kurzweiligen Inszenierung – einfühlsam und dennoch drastisch - bringt r@usgemobbt.de die unterschiedlichen Beweggründe und Intentionen zum Thema Cyber-Mobbing* auf den Punkt und zu den Zuschauern.

Anfangs noch unbedarft und naiv im Umgang mit dem Computer, entwickeln die Protagonisten ein immer dichteres Geflecht von Aktivitäten und Emotionen, die von anfänglichen "Spielereien" mit dem Handy bis hin zu zielgerichteten Diffamierungen im Netz reichen. Dabei agieren sie grundsätzlich aus der Anonymität und Geborgenheit ihrer kindhaften Lebenssituation heraus, nichtsahnend, wie folgenschwer sich ihr Handeln auf andere Menschen und auch die eigene Person auswirken kann.

"Netzangriff"

"Netzangriff" heißt der Kindertatort für Schüler ab Klasse 3, der sowohl am 1. November und 2. November, jeweils 10.30 Uhr, kostenfrei im Jugendhaus gezeigt wird.

Die anschließenden Diskussionsrunde wird geleitet durch Beamte der Polizei Korbach

Im ersten "Kindertatort" aus Stuttgart, der für den KI.KA produziert wurde, steht das brandaktuelle Thema Mobbing im Internet, das "Cybermobbing", im Mittelpunkt.

Die Reihe KRIMI.DE ist eine erfolgreiche und mehrfach ausgezeichnete Spielfilmreihe des KI.KA, mit dem Anspruch, spannende, aber vor allem auch authentische Geschichten mitten aus der sozialen Realität Deutschlands zu erzählen.

Cybermobbing ist eine neue Form der Gewalt und kann viele Gesichter haben: Beschimpfungen, grobe Beleidigungen, Verleumdungen oder das Verbreiten von Gerüchten im Netz. Einen solchen "Netzangriff" erlebt Klara Stolz (Jette Hering). Gerade neu am Stuttgarter Gymnasium ist sie noch etwas orientierungslos. Aus einer Unachtsamkeit heraus gelangen Bilder von ihr – sie in Unterwäsche – ohne ihr Wissen ins Netz und so wird sie zur Zielscheibe ihrer Mitschüler. Erst achtlos, dann gezielt beginnt eine dramatische Zeit des Mobbings, in der ihre Freundschaft zu Tim (Jeremy Mockridge) sowie ihr Verhältnis zu ihrem Vater (Thomas Heinze) auf eine harte Probe gestellt werden. Und dabei setzt Klara ihr Leben aufs Spiel…

Netzangriff zeigt Opfer ebenso wie Täter. Auch wenn sich die Verursacher von Internet-Mobbing im Klaren darüber sind, dass ihr Tun moralisch verwerflich ist, wissen nur Wenige, dass es tatsächlich illegal sein und Straftatbestände – wie Beleidigung, üble Nachrede, Verleumdung oder das Verbreiten von Fotos ohne Zustimmung des Fotografierten – erfüllen kann, die strafrechtlich verfolgt werden.

Der Film nutzt die erzählerische Kraft der Fiktion und verknüpft spannende Unterhaltung mit einem brandaktuellen Thema von gesellschaftlicher Relevanz. Dabei geht es nicht darum, das schlimmste Ausmaß der Realität, darzustellen, sondern vor allem auch Orientierungs- und Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen und dabei aufzuklären.

Sicherheit im Internet

Fun and Risk im Netz heißt es zunächst für Schüler ab Klasse 8. Die Informationsveranstaltung der Waldecker Bank eG in Zusammenarbeit mit dem Präventionsrat der Stadt Korbach und Referent Felix Weiß (IT-Sicherheitsexperte) findet am 8. November um 10.30 Uhr kostenlos in der Stadthalle Korbach satt. Anmeldung beim Jugendhaus Korbach.

Am Abend, des 8. November, um 20 Uhr, wird die Veranstaltung "Sicherheit im Internet" in der Stadthalle Korbach für alle Interssierten nochmal angeboten. Einlasskarten für die Abendveranstaltung sind über die Waldecker Bank eG und das Bürgerbüro im Rathaus erhältlich.

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