Notarielle Trennungsvereinbarung

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Robert Ingenbleek, Rechtsanwalt und Notar

Wenn sich Ehegatten oder Lebenspartner trennen, empfiehlt es sich, vor oder bei der Trennung eine Trennungsvereinbarung zu schließen, denn gestritten

Wenn sich Ehegatten oder Lebenspartner trennen, empfiehlt es sich, vor oder bei der Trennung eine Trennungsvereinbarung zu schließen, denn gestritten hat man sich bis zur Trennung bereits genug. Für die Trennungszeit und die Zeit nach der gerichtlichen Scheidung sollte eine friedliche Lösung zwischen den Partnern gefunden werden, um neben der persönlichen Belastung nicht auch noch unnötige wirtschaftliche Lasten tragen zu müssen. Denn in der Regel ist ein Paar nach der Trennung von Gesetzes wegen schlechter gestellt als davor.Eine Trennungsvereinbarung schafft Abhilfe und erleichtert das gerichtliche Scheidungsverfahren. Im Interesse beider Partner und um Streitigkeiten zu vermeiden, sollten Trennungs- und Scheidungsvereinbarungen notariell beurkundet werden. Dies hat für beide Parteien den Vorteil, dass sich der Einzelne durch einen solchen Vertrag gebunden fühlt und  man durch die notarielle Beurkundung bereits einen vollstreckungsfähigen Titel hat, ohne hierüber einen Rechtsstreit führen zu müssen.Selbst wenn die getrennt lebenden Partner zunächst keinen Scheidungsantrag bei Gericht stellen, schafft eine notarielle Trennungsvereinbarung eine stabile Grundlage für das  weitere Getrenntleben.Anlässlich einer Trennung und späteren Scheidung gibt es nämlich eine Menge zu regeln, wie:- Wem steht das Sorgerecht für gemeinsame Kinder zu? Dazu gehört auch die Festlegung des Umgangsrechts der Eltern mit den Kindern?- Wie sieht es mit gegenseitigen Unterhaltsansprüchen und Unterhaltszahlungen für die gemeinsamen Kinder aus?- Die Nutzung der ehemaligen gemeinsamen Wohnung und die Verteilung des Hausrats muss geregelt werden.- Zusätzlich können erbrechtliche Fragen geklärt werden oder Regelungen zum Zugewinnausgleich, denn mit der Scheidung verlieren die Ehe- oder Lebenspartner ihr Recht auf Erbe und Pflichtteile.- Schließlich kann eine Einigung über die Verteilung der Rentenansprüche, den sogenannten Versorgungsausgleich, ebenso sinnvoll sein.Da der Notar immer die Interessen beider Partner im Auge behalten muss, kann er desto besser beraten, je offener und ausführlicher er über die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse informiert wird.

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