Pilzsaison beginnt in diesem Jahr früh

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Werdende Wildnis im Nationalpark Kellerwald-Edersee

Früher als sonst ist die Pilzsaison im aktuellen Internationalen Jahr der Wälder 2011 gestartet. Wegen des nassen Sommerwetters in Deutschland könn

Früher als sonst ist die Pilzsaison im aktuellen Internationalen Jahr der Wälder 2011 gestartet. Wegen des nassen Sommerwetters in Deutschland können Waldbesucher dieses Jahr schon überraschend früh nach den schmackhaften Waldfrüchten suchen. Für jeden fünften Bundesbürger ist dies sogar die beliebteste Beschäftigung im Wald, so eine Umfrage des ECOLOG-Instituts.

Etwa 50 essbare Pilzsorten gibt es in unseren Wäldern. Besonders beliebte Sammelgebiete sind der Teutoburger Wald, die Eifel, das Rothaargebirge, der Schwarzwald und der Bayerische Wald. Wer Wildpilze findet und erntet, sollte sie möglichst dicht über dem Boden abschneiden. Ausreißen schädigt das Pilzgeflecht im Boden, was dann die Ernte im nächsten Jahr reduziert. Für Transport und Lagerung eignen sich ausschließlich luftige Behälter, wie zum Beispiel Flechtkörbe oder Pappschalen. Nicht empfehlenswert sind Plastiktüten oder -dosen, da sich darin Kondenswasser sammelt, was die Pilze schnell ungenießbar macht.

Umweltbewusste Pilzsucher ernten übrigens nur so viele Pilze, wie sie selbst verzehren können: Steinpilze und Pfifferlinge stehen unter Artenschutz und dürfen nur in geringer Menge für den persönlichen Bedarf in den Korb wandern. Noch kleine Exemplare lässt man stehen, damit genügend Pilze bis zur Sporenbildung reifen und sie die Art am Standort erhalten. Da auch ungenießbare und wurmstichige Pilze wichtige Funktionen im Ökosystem Wald übernehmen, sollte man auch diese unbedingt vor Ort belassen. Dies gilt auch für alle Pilze, die der Sammler nicht eindeutig identifizieren kann: Denn leider gibt es keine eindeutige Regel, um Giftpilze sicher zu erkennen.

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