Polizei warnt vor vermeintlich lukrativem Job-Angebot per E-Mail

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Kleine E-Mails locken mit einem vermeintlich lukrativen Job-Angebot und versprechen hohe Verdienstmöglichkeiten von 2000 bis 8000 Euro im Monat. Wer

Kleine E-Mails locken mit einem vermeintlich lukrativen Job-Angebot und versprechen hohe Verdienstmöglichkeiten von 2000 bis 8000 Euro im Monat. Wer sich darauf einlässt, macht sich strafbar.

Wie sieht das Angebot aus?

Man stellt für eine Finanztransaktion sein Girokonto bei einer beliebigen Bank zur Verfügung. Kurze Zeit später werden von dem ausländischen Anbieter Geldbeträge auf ihr Konto gutgeschrieben. Das eingegangene Geld soll nun abgehoben werden, abzüglich ihrer Vermittlungsgebühr von 10 - 20 % soll das Geld dann über Bargeldversandfirmen wie "Western Union" an den ausländischen Empfänger weitergeleitet werden.

Der E-Mail-Versender tritt als seriöser Anbieter auf und heuchelt die Rechtmäßigkeit dieser Transaktion vor. Das ist aber nicht der Fall. In dem oben beschriebenen Verfahren tritt man als sogenannter "Finanzagent" auf, der durch sein Mitwirken in kriminelle Machenschaften verwickelt wird und sich der Geldwäsche strafbar macht. Zudem droht auch noch ein Verfahren wegen "ungenehmigten gewerbsmäßigen Betreibens eines Finanztransfergeschäftes" bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.

Damit aber nicht genug. Das auf ihr Geld überwiesene Geld stammt aus kriminellen Machenschaften wie Internetbetrügereien. Deshalb sind die Kontoinhaber auch zur Rückzahlung des Geldes verpflichtet. An den ausländischen Verantwortlichen - zumeist aus Osteuropa – kommt man nur schwer heran, da die Spuren der betrügerischen Geldempfänger über die anonyme Bareinzahlung verwischt werden.

So kehrt sich der vermeintlich leichte Verdienst ins Gegenteil. Sie bleiben auf dem finanziellen Schaden sitzen und müssen zudem mit einem Strafverfahren rechnen.

Eine moderne Variante des "Finanzagenten" ist der "Waren- oder Paketagent". Hierzu stellt man seine Wohnanschrift zur Verfügung. Für die Annahme eines Paketes, das zumeist aus Internetbetrügereien stammt, und die Weiterleitung ins Ausland mit neuer Adresse wird eine Vermittlungsgebühr von 20 bis 40 Euro versprochen. Wer sich darauf einlässt, muss mit einem Strafverfahren wegen Betruges - zumindest der Beihilfe - rechnen.

Tipps:

Lassen Sie sich nie auf solche Internetangebote ein. Solche E-Mails sollten als "Spam" behandelt und sofort gelöscht werden. Suchen Sie im Zweifelsfall Rat bei ihrer zuständigen Polizeidienststelle.

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