Prävention beginnt in der Familie

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Waldeck-Frankenberg. Die Wirksamkeit der frühen Prävention ist wissenschaftlich belegtDie Hessische Landesstelle für Suchtfragen (HLS) veröffentli

Waldeck-Frankenberg. Die Wirksamkeit der frühen Prävention ist wissenschaftlich belegt

Die Hessische Landesstelle für Suchtfragen (HLS) veröffentlicht den Ratgeber Suchtprävention für Eltern und Erziehende "Kinder frühzeitig stärken!" Die Broschüre wurde mit finanzieller Unterstützung des Hessischen Sozialministeriums und der BARMER GEK Hessen erstellt.

Das frühe Einstiegsalter in den Alkohol- und Zigarettenkonsum und das sogenannte "Komasaufen" von Jugendlichen bereiten immer größere Sorge und verursachen beträchtliche Kosten. Neben der Suche nach den Ursachen stellen sich viele Fachkräfte, Erziehende und Eltern die Frage: Was kann getan werden, um Sucht frühzeitig entgegenzuwirken? Eine Antwort darauf gibt Eltern und Erziehenden der neue Ratgeber zur Suchtprävention "Kinder frühzeitig stärken!"

Es gibt kein Patentrezept gegen Sucht. Allerdings weisen viele wissenschaftliche Untersuchungen in dieselbe Richtung: Seelisch gesunde, selbstbewusste und zufriedene Kinder haben später ein geringeres Suchtrisiko. Umgekehrt zeigen Kinder lange bevor sie süchtig werden deutliche Warnsignale. "Für die Prävention sind diese Ergebnisse von großer Bedeutung, denn sie besagen: Suchtvorbeugung sollte bereits frühzeitig und weit im Vorfeld jeglichen Suchtmittelkonsums einsetzen", erklärt Stefan Grüttner, Hessischer Sozialminister. Die Broschüre beinhaltet anschauliche Beispiele aus dem Erziehungsalltag. So wird beschrieben, wie Kinder gefördert und aktiviert werden können, damit sie sich zu starken und ausgeglichenen Persönlichkeiten entwickeln.

"Diese Broschüre unterstützt Eltern und Erziehende bei ihrer immer anspruchsvolleren Aufgabe, Kinder zu begleiten und zu führen, denn sie sind die prägenden Vorbilder für ihre Kinder", erläuterte Wolfgang Schmidt-Rosengarten, Geschäftsführer der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen (HLS). "Darüber hinaus beinhaltet der Ratgeber eine Übersicht, wo man weiterführende Informationen und Unterstützung zum Thema Suchtprävention erhalten kann", so Schmidt-Rosengarten.

Seitens der BARMER GEK ergänzt Landesgeschäftsführer Norbert Sudhoff : "Entwicklungs- und Gesundheitsrisiken bei Kindern und Jugendlichen nehmen weiter zu. Nach Expertenmeinung zeigen etwa 20 Prozent aller Kinder und Jugendlichen psychische Auffälligkeiten, bei 10 Prozent treten deutliche psychische Störungen zutage. Dem wollen wir entgegenwirken." Deshalb sei dieser Elternratgeber ein wichtiger Baustein für die frühzeitige Gesundheitsförderung und Prävention.

Die Broschüre kann kostenfrei bestellt werden: Hessisches Sozialministerium, Gabriele Cholewik, Dostojewskistraße 4, 65187 Wiesbaden. Oder: Hessische Landesstelle für Suchtfragen, Zimmerweg 10, 60325 Frankfurt am Main.

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