Raubzüge per E-Mail

Region. Als wäre die neueste Version des berüchtigten BKA-Trojaners nicht schlimm genug, erhalten derzeit viele Internetnutzer dubiose E-Mails, in

Region. Als wäre die neueste Version des berüchtigten BKA-Trojaners nicht schlimm genug, erhalten derzeit viele Internetnutzer dubiose E-Mails, in deren Anhang sich Schadprogramme befinden, die sich von selbst installieren und den befallenen Computer ausspähen. Auf diese Weise können Onlinegangster an Passwörter und persönliche Daten ihrer Opfer gelangen. Mit Hilfe einiger Programme können die dreisten Internetverbrecher sogar per Onlinebanking die Konten der ahnungslosen Internet-Nutzer leerräumen, ohne das diese etwas davon mitbekommen.Besonders erschreckend: Es gibt mittlerweile sogar eine Vielzahl an Plattformen, auf denen skrupellose Internetbetrüger die erbeuteten Daten weltweit feilbieten und zu barer Münze machen können.In den meisten Fällen geht es in den Betreffzeilen und Texten der sogenannten Phishing-Mails um angeblich offene Rechnungen oder Zahlungsaufforderungen, Bestellbestätigungen oder Mahnungen.Manche Nachrichten imitieren sehr geschickt das Erscheinungsbild des Unternehmens, das sie vortäuschen zu sein. In anderen Fällen handelt es sich um plumpe Spams, die  schon durch die Anzahl der Rechtschreibfehler unschwer zu erkennen sind (siehe Kurz-Info).

Kunden im Visier

Derzeit haben die kriminellen "Phisher" besonders Sparkassen-Kunden auf dem Kieker. In ihren gefälschten Mails behaupten sie, dass die Sparkasse, die in einigen Mails interessanterweise als "Sparkasse Germany" bezeichnet wird, zusammen mit anderen Schweizer(!) Banken das Opfer eines Internetbetrugs geworden ist. Daher müssten die Kunden jetzt aus Sicherheitsgründen ein Update vornehmen und ihre Daten bestätigen. Dabei handelt es sich selbstverständlich um eine plumpe Lüge. Einige aktuelle Betreffzeilen der Sparkassen-Betrugsmasche lauten: "Sichern Sie Ihre Online KONTO" und "Ihre Online-Banking" im Umlauf.Auch Kunden von Amazon stehen im Fokus der Onlineverbrecher. Sie erhalten in letzter Zeit vor allem Mails mit den Betreffzeilen "Bestellung Storniert" und "Kunden-Service Märrz 2013". Außerdem haben es die Internetbetrüger auf Nutzer des Onlinezahlsystems PayPal abgesehen. Die aktuellen Betreffzeilen der Spammails, mit denen sie geködert werden sollen, lauten unter anderem "Receipt for your PayPal payment to Vorname Nachname", "Ihre Mithilfe ist gefragt, Vorname Nachname" oder "Ihr PayPal Konto ist gesperrt! Ihre Mithilfe ist gefragt". In den Mails ist die Rede von Waren, die nie bestellt wurden, Mahnkosten für angeblich offene Rechnungen oder von Änderungen an Verträgen, die der Empfänger nie abgeschlossen hat.

Keine Infos geben

Für den Fall, dass sich eine solche Mail im Postfach befindet, sollten die dubiose Nachricht unter gar keinen Umständen geöffnet sondern sofort in den virtuellen Papierkorb verbannt werden. Außerdem sollten die angeschriebenen User auf gar keinen Fall persönliche Daten preisgeben oder bestätigen. Doch vor allem sollten Computernutzer  darauf achten, dass ihr Anti-Viren-Programm und ihr Internetbrowser stets auf dem neuesten Stand sind. Auf diese Weise kann Schadsoftware oft schon bei dem Versuch, sich auf einem Computer einzuschleichen, aufgespürt und neutralisiert werden, ehe sie einen Schaden anrichten.

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