„Schöne Bescherung“

Von RechtsanwaltHARTMUT MITZELange wurde sie diskutiert und mehrfach verschoben, nun soll dieErbschaftssteuerreform aber schnellstmglich verabsc

Von RechtsanwaltHARTMUT MITZELange wurde sie diskutiert und mehrfach verschoben, nun soll dieErbschaftssteuerreform aber schnellstmglich verabschiedet werden. NachAbschluss der Beratungen in der Bund-Lnder-Kommission liegt jetzt derReferentenentwurf bei den Fachressorts und den Bundeslndern zurPrfung. Das Gesetz soll irgendwann in der ersten Jahreshlfte 2008 inKraft treten. Die Notwendigkeit der Reform folgte aus einer Entscheidung desBundesverfassungsgerichts, in der die bisherige Privilegierung desGrundbesitzes bei der Erbschaftssteuer fr verfassungswidrig erklrtwurde. Dieser Mangel wird nun dadurch behoben, dass knftig auchGrundbesitz mit seinem Verkehrswert besteuert wird. Die steuerfreieVererbung von normalen Vermgen insbesondere selbst bewohntenEinfamilienhusern, war von Beginn an eines der erklrten Reformziele.Unklar war zunchst nur der Weg, auf dem dieses Ziel erreicht werdensollte. Jetzt hat man sich auf die deutliche Anhebung der Freibetrge,insbesondere fr die nahen Angehrigen, geeinigt. So bleib knftigEhegatten steuerfrei ein Betrag von 500.000 (bisher 307.000 ), beiKindern 400.000 (bisher 205.000 ) und bei Enkeln 200.000 (bisher51.200 ) steuerfrei. Zugleich werden die Steuerstze fr diebersteigenden Betrge abgesenkt. Die Verlierer der Reform sind dieunverheirateten Partner und die entfernteren Verwandten sowie allebrigen Erben, insbesondere diejenigen, die hherwertige Immobilienerben. Fr sie werden die Steuerstze sprbar angehoben. Die Wohltatendes sprichwrtlichen Erbonkels werden knftig entsprechend geringerausfallen, obwohl auch der Grundfreibetrag fr alle sonstigen Erben auf20.000 steigt. In solchen Fllen besteht noch die Mglichkeit zulebzeitigen Regelungen vor Inkrafttreten der Neuregelung, da es einerckwirkende Verschlechterung voraussichtlich nicht geben wird.Zusammengefasst kann man sagen, dass in allen Fllen, die ber dieWeitergabe eines normalen Vermgens in direkter Linie hinausgehen,grundstzlich ein Vorziehen von Verfgungen anzuraten ist, mindestensaber eine eingehende Beratung vor Inkrafttreten der Neuregelung.

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