Sicher für ABC-Schützen zur Schule

Hessen. In Hessen verunglücken nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) im bundesweiten Vergleich so wenige Kinder im Straßenverkehr wie in kein

Hessen. In Hessen verunglücken nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) im bundesweiten Vergleich so wenige Kinder im Straßenverkehr wie in keinem anderen Bundesland. Dennoch ist in Hessen die Zahl der Schulwegeunfälle angestiegen. Im Jahr 2010 sind rund 7.200 Kinder (2009: 6.700) auf dem Schulweg so verunglückt, dass sie ärztlich behandelt werden mussten. Das sind im Schnitt 20 Unfälle pro Tag. Bezogen auf 1.000 Schüler gab es 5,5 Schulwegunfälle – im Jahr zuvor waren es noch 5,2.

Anfang der kommenden Woche beginnt für die Erstklässler in Hessen die Schule. Mit der Einschulung kommen auf die Kinder neue Herausforderungen zu, darunter auch die Konzentration auf den Schulweg und den Straßenverkehr. Die TK in Hessen rät Eltern, mit den Schulanfängern frühzeitig den sichersten – nicht den kürzesten – Schulweg einzuüben.

Erstklässler müssen ihren Schulweg gut kennen lernen. Bei der Wahl der richtigen Strecke sollte die Sicherheit an erster Stelle stehen. Wichtig ist, dass Kinder auf dem Schulweg möglichst wenig Straßen und Ausfahrten überqueren müssen. Gerade das richtige Verhalten an Ampeln und Zebrastreifen müssen Kinder trainieren. Da sie größtenteils durch Nachahmung lernen, ist die Vorbildfunktion der Eltern besonders wichtig. Wenn die Eltern bei Rot über die Ampel gehen, wird sich das Kind womöglich daran erinnern, wenn es selbst in Eile ist. Grundschulkinder können jedoch Geschwindigkeiten und Entfernungen noch nicht so sicher abschätzen wie Erwachsene und entsprechend zu handeln.

An den ersten Schultagen gehen die ABC-Schützen am sichersten mit einem Elternteil zu Schule. Aber meist fordern die Kinder schnell mehr Selbstständigkeit. Alleine sollten sie sich jedoch erst auf den Weg machen, wenn sie Strecke und Verkehrsverhältnisse genau kennen. Verlockend ist es für Kinder, mit dem Fahrrad zur Schule zu fahren. Doch hier ist Vorsicht geboten, denn das Radfahren im Straßenverkehr überfordert besonders jüngere Kinder. Nach der Fahrradprüfung in der vierten Klasse sollten sie in der Lage sein, den Weg zur Schule mit dem Rad zurückzulegen. Wohnen Kinder zu weit von ihrer Schule entfernt, um zu Fuß zu gehen, sollten sie rechtzeitig üben, den Weg mit Bus und Bahn zurückzulegen.

Egal ob das Kind zu Fuß, mit dem Bus oder im Auto in die Schule geht, wichtig ist auffällige, bunte Kleidung. Und gerade wenn es im Herbst morgens wieder länger dunkel bleibt, sind Reflektoren wichtig, damit die Kinder im Straßenverkehr nicht übersehen werden.

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