Steuerbonus bei Handwerker-Rechnungen

Waldeck-Frankenberg. Die Kreishandwerkerschaft begrüßt das jüngste Urteil des Bundesfinanzhofs, den Steuerbonus für Handwerksleistungen auszuweite

Waldeck-Frankenberg. Die Kreishandwerkerschaft begrüßt das jüngste Urteil des Bundesfinanzhofs, den Steuerbonus für Handwerksleistungen auszuweiten. Künftig können demnach auch Aufwendungen für Erweiterungs- oder Umbauten am Gebäude steuerlich geltend gemacht werden. Ein wichtiges Signal weiß Hauptgeschäftsführer, Gerhard Brühl: "Damit gewinnt der Steuerbonus zusätzlich an Attraktivität, legale Arbeit wird gestärkt und Schwarzarbeit beziehungsweise unberechtigte Handwerksausübung zurückgedrängt."

Sanierungen und Ausbau geltend machen

Laut Brühl war lange Zeit umstritten, ob der Steuerbonus auch Maßnahmen erfasst, die steuerlich nicht zu Erhaltungsaufwand, sondern zu sogenannten Herstellungskosten führen. Dies ist etwa bei umfassenden Sanierungen der Fall, beispielsweise wenn ein Dachgeschoss ausgebaut oder ein Wintergarten errichtet wird. Nach Ansicht des Bundesfinanzhofs kommt es auf diese Unterscheidung nun nicht mehr an.

"Diese steuertechnisch auf den ersten Blick vielleicht kleine Klarstellung hat erhebliche positive Auswirkungen für das Geltendmachen des Steuerbonus", erklärte Brühl. An den bisherigen Fördervoraussetzungen ändere sich ansonsten nichts. Insbesondere muss nach wie vor eine Rechnung des Handwerkers mit jeweils ausgewiesener Mehrwertsteuer sowie Arbeitskosten der Aufwendungen im privaten Haushalt sowie die Zahlung auf das Konto des Handwerksbetriebs auf Nachfrage des Finanzamts einreichen.

Brühl fordert: "Jetzt ist es an der Zeit, dass dieser Bonus von 20 auf 25 Prozent der Arbeitskosten von maximal 6.000 Euro angehoben wird, um wieder einen deutlichen Abstand zum Umsatzsteuersatz von 19 Prozent zu erreichen. Wir setzen hier nach der Bundes- und Landtagswahl auf entsprechende Initiativen über alle Parteigrenzen hinweg."

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