Steuern bei Online-Handel

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Region. Online-Handel liegt im Trend und verzeichnet Jahr für Jahr kräftige Zuwächse. Mit etwa 5 Millionen privaten Verkäufern dürfte ebay zu den

Region. Online-Handel liegt im Trend und verzeichnet Jahr für Jahr kräftige Zuwächse. Mit etwa 5 Millionen privaten Verkäufern dürfte ebay zu den Größten dieser Branche gehören. Dabei ist aus dem ursprünglichen Auktionshaus für gebrauchte Waren von privaten Verkäufern heute eine Plattform geworden, die auch gewerbliche Anbieter und namhafte Markenhersteller nutzen. Die Abgrenzung zwischen steuerfreiem und besteuerbarem Verkauf wird damit komplizierter, denn der Fiskus möchte unter bestimmten Voraussetzungen beteiligt werden, nämlich dann, wenn die Grenzen zwischen privatem Vergnügen und steuerpflichtigem Handel überschritten werden.

Nichtwissen schützt nicht vor Strafe. Spätestens dann kann es ein böses Erwachen geben, wenn der Fiskus mit seiner speziellen Internetsuchmaschine die Handelstätigkeit durchleuchtet.

Gewerbetreibende

Derjenige gilt als Gewerbetreibender, der selbstständig und dauerhaft bzw. wiederholt den Auktionshandel betreibt und zwar mit der Absicht, Gewinne zu erzielen. Wobei - so das Gesetz - ein Gewerbebetrieb auch dann vorliegt, wenn die Gewinnerzielungsabsicht nur ein Nebenzweck ist, alle anderen Voraussetzungen aber gegeben sind. So ist etwa von einer Beteiligung am wirtschaftlichen Verkehr auszugehen, wenn Güter oder Leistungen am Markt gegen Entgelt angeboten werden und der Anbieter erkennbar auftritt, entweder mit Logo, speziellem Design oder durch das mehrfache Angebot gleicher Produkte.

Letztlich entscheiden im Wesentlichen drei Aspekte über die Einstufung als privater oder unternehmerisch tätiger Händler: die Höhe der erzielten Einnahmen, die Dauer der Verkaufstätigkeit und darüber hinaus kann auch die Anzahl der Verkäufe eine Rolle spielen. Für die bei einem gewerblichen Händler erzielten Gewinne fallen Einkommensteuer, gegebenenfalls Umsatzsteuer und Gewerbesteuer an.

Privatpersonen

Als Privatperson handelt grundsätzlich derjenige, der gelegentlich Waren seines eigenen persönlichen Gebrauchs auf dem Online-Marktplatz verkauft, also nicht wie ein Händler auftritt. Steuerlich unschädlich sind in aller Regel auch Verkäufe im Rahmen einer privaten Sammlertätigkeit, weil hier nicht die Beteiligung am Marktgeschehen sondern die persönliche Sammlerleidenschaft als ausschlaggebend angenommen wird. Aber auch hier ist Vorsicht geboten: Gemäß § 23 des Einkommensteuergesetzes können Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften steuerpflichtig sein, wenn zwischen dem Erwerb und dem Verkauf der Waren weniger als 12 Monate liegen.

Es empfiehlt es sich, insbesondere wenn der Verkauf von Waren im Internet größere Formen annimmt, professionellen Steuerrat einzuholen.

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