Was taugt Brennwerttechnik in der Praxis?

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Frankfurt. Zum Ende der letzten Heizsaison haben die Energieberater der Verbraucher-zentralen bundesweit knapp 1.000 Brennwertgeräte im Praxiseinsatz

Frankfurt. Zum Ende der letzten Heizsaison haben die Energieberater der Verbraucher-zentralen bundesweit knapp 1.000 Brennwertgeräte im Praxiseinsatz untersucht. Brennwertgeräte nutzen Kondensationswärme aus dem Abgas und verheizen deshalb fossile Energien besonders effizient. Gegenüber herkömmlichen Heizkesseln können rund 10 Prozent Energie gespart werden. Doch was auf dem Prüfstand eine Tatsache ist, sieht im Heizungskeller daheim oft anders aus.

Der Brennwertcheck der Verbraucherzentralen ergab, dass die Besitzer nur bei einem knappen Drittel der Anlagen zufrieden sein können. Ein weiteres Drittel der Anlagen sollte bei Gelegenheit optimiert werden, um den Brennwert-Effekt vollständig nutzen zu können. Beim letzten Drittel besteht deutlicher Handlungsbedarf, damit sich die Stärke dieser Technik nicht in Dampf auflöst.

Das Fazit von Anika Sauer von der Verbraucherzentrale Hessen fällt daher ernüchternd aus: "Unsere Energieexperten haben kaum eine Anlage gesehen, bei der wirklich alles stimmte". Sie hat aber auch eine gute Botschaft: "Mit einfachen und kostengünstigen Maßnahmen können Heizungsbauer und Ener-gieberater gemeinsam aus vielen Anlagen mehr Effizienz herausholen. In einem typischen Einfamilienhaus können damit Heizkosten von 150 € pro Jahr oder mehr eingespart werden."

Wichtigste Messgröße bei der Untersuchung der Brennwertgeräte war das Kondensat, das die Energieberater der Verbraucherzentralen an typischen Wintertagen mit Außentemperaturen um Null Grad gemessen haben: Ist es viel, dann nutzt das Gerät die Energie des Brennstoffs gut; kommt nur wenig oder gar kein Kondensat aus dem Gerät, wird Heizenergie verschenkt.

Zahlreiche andere Aspekte wurden bei der Gelegenheit mit untersucht. Unter anderem: Sind die Heizleitungen ordentlich gedämmt? Wurde die Regelung vernünftig eingestellt? Beides ist nur bei jeder zweiten Anlage der Fall. Ist das Gerät angepasst an das Haus oder ist es zu groß gewählt? Hier herrscht nach wie vor das falsche Motto "Viel hilft viel."

Was die Fachleute am meisten alarmiert: In weniger als einem Viertel der Fälle sind die Rohrnetze, die Heizkörper und die Pumpen gut aufeinander abgestimmt. Das sollte beim so genannten "hydraulischen Abgleich" einer jeden Heizungsanlage passieren, unterbleibt in der Praxis aber meistens und führt zu Mehrverbräuchen von etwa 10%.

Zu Brennwertgeräten und zu allen anderen Fragen rund ums Energiesparen im Alltag informiert die anbieterunabhängige Energieberatung der Verbraucherzentrale Hessen gegen eine Kostenbeteiligung von 5 €. Eine Terminvereinbarung über das hessenweite Servicetelefon der Verbraucherzentrale Hessen ist erforderlich. Informationen zu den mehr als 70 hessischen Beratungsstellen mit Adresse und Telefon-nummer erhalten Verbraucher unter www.verbraucherzentrale-energieberatung.de und www.verbraucher.de.

Kompetent und anbieterunabhängig – Die Energieberatung der Verbraucherzentrale Hessen in Bad Arolsen

Das Architekturbüro Müntinga & Puy bietet die persönliche Energieberatung der Verbraucherzentrale Hessen für eine Kostenbeteiligung von 5 € im Rathaus Bad Arolsen, Große Allee 26, Raum 211 an. Die Energieberatung findet jeden dritten Donnerstags im Monat statt. Die nächsten Termine sind: 21.07., 18.08., 15.09. Eine Terminvereinbarung bei Frau Sauter unter 05691 / 801-160 ist erforderlich.

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