Der Umgang mit Testamenten

Der richtige Umgang mit Testamenten:Gltigkeit eines Testaments, das teilweise mit dem PC geschrieben wurde?Der Erblasser schrieb der

Der richtige Umgang mit Testamenten:Gltigkeit eines Testaments, das teilweise mit dem PC geschrieben wurde?Der Erblasser schrieb der besseren Lesbarkeit halber seine Verfgungen ber die Erbeinsetzung am Computer und setzte auf den Ausdruck handschriftlich hinzu, dass er den Text bei vlliger Gesundheit geschrieben habe. Diese Verfahrensweise hielt das Gericht fr unzulssig und das Testament fr unwirksam. Das weiter mgliche privatschriftliche Testament muss von A Z von Hand geschrieben werden. (OLG Hamm, Urteil vom 10.01.2006, Az. 15 W 414/05)

Text und Unterschrift des Testaments durchgestrichen Ein Mann errichtete 1998 sein Testament. Nach seinem Tod im Jahr 2003 wurde es gefunden: Der Text war diagonal durchgestrichen und die Unterschrift mehrfach durchkreuzt. Das Gericht wertete dies als wirksamen Widerruf. Das widerrufene Testament konnte jedoch noch als Hilfsmittel zur Auslegung eines spter neu errichteten Testaments dienen. (BayObLG, Urteil vom 01.12.2004, Az. 1Z BR 093/04)

Was bewirkt die Herausnahme aus der amtlichen Verwahrung bei Gericht?Eine Frau aus Bayern hatte einen von mehreren Shnen in einem notariellen Testament als Alleinerben eingesetzt und das Testament 1992 beim Amtsgericht Aschaffenburg hinterlegen lassen. 1998 legte sie den Hinterlegungsschein bei Gericht vor und nahm das Testament aus der amtlichen Verwahrung. Nach ihrem Tod musste der eingesetzte Sohn das Erbe mit seinen Geschwistern teilen. Das Gericht stellte fest: Anders als bei einem hinterlegten privatschriftlichen Testament widerruft der Erblasser seinen notariell verfgten Letzten Willen, sobald er ihn aus der amtlichen Verwahrung nimmt. (OLG Mnchen, Urteil vom 11.5.2005, Az. 31 Wx 19/05)

Was gilt, wenn nach dem Tod mehrere Testamente aufgefunden werden, die sich widersprechen?Eine Frau verstarb im fortgeschrittenen Alter und hinterlie mehrere Testamente, die sie in Abstnden von mehreren Jahren geschrieben hatte. Das Gericht hatte nun zu klren, welche der Verfgungen gilt. Das Gericht kam zu dem Ergebnis, dass mehrere Testamente grundstzlich nebeneinander gltig sein knnen. Im konkreten Fall widersprachen sich aber die letztwilligen Verfgungen dem Inhalt nach. Deshalb entschieden die Richter letztinstanzlich, dass allein das zuletzt aufgesetzte Testament gelte. (BayObLG, Urteil vom 24.2.2000, Az. 1Z BR 40/99)

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