Vergiftungen bei Kleinkindern gehören zu den häufigsten Unfallursachen

Waldeck-Frankenberg. Die Mutter geht mal kurz ans Telefon und schon ist es geschehen: Der kleine Jan hat die grüne Flüssigkeit aus der Flasche mit d

Waldeck-Frankenberg. Die Mutter geht mal kurz ans Telefon und schon ist es geschehen: Der kleine Jan hat die grüne Flüssigkeit aus der Flasche mit dem Badreiniger probiert und nun schäumt es aus dem Mund. Nach Schätzungen der Techniker Krankenkasse in Hessen erleiden jedes Jahr hessenweit mehr als 1.400 Kinder einen Vergiftungsunfall. Damit gehören Vergiftungen bei Kindern zwischen sechs Monaten und vier Jahren zu den häufigsten Unfallursachen.

Zum "Tag des Vergiftungsschutzes für Kinder im Haushalt" am Sonntag, 20. März 2011, gibt die Krankenkenkasse Tipps, wie Eltern solchen Unfällen vorbeugen können. Gerade Kinder unter Vier sind sehr neugierig und so reicht oft ein kurzer unbeobachteter Moment und das Unglück ist passiert. Eltern sollten daher immer, selbst bei nur kurzer Abwesenheit, Gefäße und Flaschen mit Chemikalien schließen und wegräumen. Generell sollten Giftstoffe nicht in Reichweite des Kindes stehen. Ein Tabu sind Chemikalien in gewöhnlichen Trinkflaschen. Auf stark ätzende Reiniger sollten Eltern möglichst ganz verzichten.

Medikamentenvergiftungen können vermieden werden, wenn die Arzneimittel im abgeschlossenen Arzneischrank aufbewahrt werden. Die Krankenkasse empfiehlt außerdem, Arzneimittel für jedes Familienmitglied getrennt aufzubewahren. So kann beispielsweise vermieden werden, dass das Kleinkind die stärkeren Fieberzäpfchen für das ältere Geschwisterkind erhält. Appetitlich aussehende Beeren sind oft sehr giftig. Um zu vermeiden, dass Kinder Giftpflanzen probieren, sollten Eltern diese ganz aus dem Garten verbannen.

Bei aller Achtsamkeit der Eltern können Giftunfälle im Haushalt jedoch nie ganz ausgeschlossen werden. Deshalb sollten Eltern immer die Rufnummer der zuständigen Giftnotrufzentrale parat haben. Für Hessen ist die Giftnotrufzentrale in Mainz unter der Telefonnummer 06131-19240 zu erreichen.

Ausführliche Tipps zur Vorbeugung und zum Verhalten bei Vergiftungsunfällen enthält die Broschüre "Risiko Vergiftungen im Kindesalter" der Bundesarbeitsgemeinschaft mehr Sicherheit für Kinder e.V.

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