Verkauf der Landesanteile nicht wertangemessen

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Florian Rentsch. Foto:FDP

Waldeck-Frankenberg Die Hessische Landesregierung hat die Prüfung eines möglichen Verkaufs der Landesanteile an der Unternehmensgruppe Nassauische H

Waldeck-Frankenberg Die Hessische Landesregierung hat die Prüfung eines möglichen Verkaufs der Landesanteile an der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/ Wohnstadt abgeschlossen.

"Unsere Prüfung verschiedener Optionen hat ergeben, dass ein Verkauf der Landesbeteiligung unter den aktuellen Bedingungen wirtschaftlich nicht sinnvoll möglich ist", teilten der für Beteiligungen zuständige Finanzminister Dr. Thomas Schäfer und Wirtschaftsminister Florian Rentsch, Aufsichtsratsvorsitzender der Nassauischen Heimstätte, heute in Wiesbaden mit.

In den vergangenen Monaten habe die Landesregierung intensiv geprüft, ob eine Übertragung der Anteile an einen anderen öffentlich getragenen Träger – stets mit der Vorgabe, dass der soziale Auftrag des Unternehmens unverändert fortgeführt werde – möglich ist.

Vor dem Hintergrund der sehr positiven Erfahrungen mit der Veräußerung der Landesanteile an der GWH im Jahr 2000 bzw. 2002 an die Helaba hätten sich in dieser oder anderen vergleichbaren Konstellationen positive Effekte generieren lassen. Die restriktiven Regelungen im Gesellschaftsvertrag hinsichtlich der Gewinnverwendung lasse aber eine wertangemessene Übertragung nicht zu, so dass dieser Weg nicht sinnvoll weiter verfolgt werden könne, erklärte Minister Dr. Schäfer.

"Nun wollen wir uns der Zukunftssicherung des Unternehmens und der Fortsetzung seiner wirtschaftlichen Stärkung widmen", sagte Wirtschaftsminister und Aufsichtsratsvorsitzender Rentsch und ergänzte: "Unabhängig von der Eigentümerstellung hat die Heimstätte eine gute Chance, ihre Rolle im Bereich Wohnungsbau und Stadtentwicklung in Zukunft weiter auszubauen. Der Konzernüberschuss in Höhe von 35 Mio. Euro zeigt, dass der Kurs grundsätzlich stimmt."

Die Landesregierung will nun prüfen, inwieweit über eine engere Zusammenarbeit mit anderen landeseigenen oder landesnahen Unternehmen – beispielsweise mit der Hessenagentur auf dem Gebiet der Stadtentwicklung oder auch mit anderen öffentlichen Wohnungsunternehmen – Synergieeffekte erzielt werden können.

"Wir werden jetzt, nachdem die Entscheidung, dass das Unternehmen wie bisher mehrheitlich im Eigentum des Landes bleibt, getroffen wurde und die neue Geschäftsführung ihre Arbeit aufgenommen hat, mit den Mitgesellschaftern, der Geschäftsführung und den Mitarbeitern der Heimstätte in Gespräche eintreten, die eine wirtschaftliche Stärkung der Unternehmensgruppe zum Ziel haben", sagte Finanzminister Schäfer abschließend.

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