Vielsitzer bleiben auch im Urlaub hocken

Hessen. Sport und Bewegung gehören für viele Hessen nicht zu ihrem verdienten Urlaub. Dies hat eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenka

Hessen. Sport und Bewegung gehören für viele Hessen nicht zu ihrem verdienten Urlaub. Dies hat eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) ergeben. Ein Drittel der hessischen Urlauber entspannt sich am liebsten ruhend am Strand, Pool oder Badesee. Im Vergleich zeigt sich weiter: Wer zu Hause bei der Arbeit oder in der Freizeit viel sitzt, überträgt sein Verhalten auch in die Ferien. Der Umfrage zufolge verbringt die Hälfte der Hessen täglich bis zu acht Stunden im Sitzen, wenngleich gut zwei Drittel der Befragten genau wissen, dass sie sich zu wenig bewegen. Die meisten von ihnen (73 Prozent) würden dies deshalb gerne ändern. Allerdings: Die Hälfte der hessischen Sportmuffel fühlt sich von Krankheit, körperlichen Einschränkungen oder Übergewicht eingeschränkt und begründet so die fehlende Aktivität.

Den Urlaub nutzen somit viel zu wenige Menschen, um aktiv zu werden. Nur etwa zwei von fünf Hessen lassen sich zu mehr Bewegung hinreißen. Vielleicht auch, weil sich die wenigsten Menschen in Hessen beim Sport entspannen. Nicht einmal jeder Zehnte (6 Prozent) nutzt den Sport zur Regeneration, und nur knapp ein Viertel der Hessen ist aus Spaß sportlich aktiv. Die meisten der Befragten führen als Hauptgrund für ihre Aktivitäten an, dass Sport nun mal gesund sei und der Figur gut tue.

Bundesweit zeigt sich jedoch: Mit zunehmendem Alter steigt die Freude am Aktivurlaub. Für über die Hälfte der Menschen ab 66 Jahre gehört die intensive Bewegung in den Ferien dazu. Allerdings zeigt sich hier offenbar auch die neu gewonnene Freiheit der Älteren, die nun längst ohne Kinder unterwegs sind. Bis 45 Jahre ist innerhalb einer Familie nur jeder Fünfte zum Aktivurlaub bereit.

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