Vorschulkinder jetzt fit machen

+

Waldeck-Frankenberg. Still sitzen, aufmerksam zuhören und auch einmal ungeliebte Aufgaben erledigen - dies erwartet ab August die hessischen Vorschü

Waldeck-Frankenberg. Still sitzen, aufmerksam zuhören und auch einmal ungeliebte Aufgaben erledigen - dies erwartet ab August die hessischen Vorschüler. Um ihr Kind gut auf den Schulanfang vorzubereiten, bitten mittlerweile viele Eltern den Kinderarzt, Therapien wie etwa Ergotherapie (Förderung der Sinnes- und Bewegungsfähigkeit) oder Logopädie (Sprachtherapie) zu verordnen. Laut der Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse hat jedes sechste Schulkind in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland bereits eine Ergotherapie in Anspruch genommen. Logopädie wurde sogar bei jedem vierten Kind verordnet. Die Krankenkasse rät, mit kleinen Änderungen im Familienalltag das Kind rechtzeitig fit für die Schule zu machen.

So können Vorschulkinder regelmäßig kleine Aufgaben im Haushalt übernehmen. Gemüse und Obst zu schnippeln stärkt die Feinmotorik und lässt Kinder Nahrungsmittel mit allen Sinnen erleben. Das Einräumen der Spülmaschine fördert zudem das räumliche Vorstellungsvermögen des Kindes. Wichtig ist, das Kind regelmäßig zu fordern und nicht ungeduldig zu werden, wenn es nicht auf Anhieb klappt. Auch kleine Erfolge verdienen ein Lob.

Darüber hinaus sollte den Kindern vielfältige Bewegungsangebote präsentiert werden. Hierdurch lernen sie, ihre Umwelt richtig wahr zu nehmen. Gute Möglichkeiten hierfür bietet ein Spielplatz mit seinen unterschiedlichen Spielmöglichkeiten. Im Winter freuen sich Kinder über einen Bewegungsparcours im Wohnzimmer. Sozialkompetenz und Durchsetzungsfähigkeit trainiert das Kind am besten im Wettbewerb mit anderen Kindern, beispielsweise im Sportverein.

Von Fernsehapparat und Computer im Kinderzimmer rät die Krankenkasse ab, denn sie verhindern das freie Spiel. Außerdem verlieren Eltern leicht den Überblick, welche Sendungen das Kind ansieht. Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien empfiehlt, vier- bis fünfjährige Kinder höchstens 30 Minuten am Tag fernsehen zu lassen, bei Sechsjährigen dürfen es fünf Stunden in der Woche sein. Papa oder Mama sollten möglichst dabei sein und darauf achten, dass das Kind Sendungen sieht, die es nicht überfordern.

Wenn Zweifel bestehen, ob das Kind fit für die Schule ist, könne der Kinderarzt beurteilen, ob eine familiäre Förderung ausreicht oder doch eine Therapie angezeigt ist. Auch Erzieherinnen und Erzieher geben gern Tipps für eine kindgerechte Förderung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.