So wählen wir richtig

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Das Video zur richtigen Stimmabgabe sehen Sie am Textende

 Waldeck-Frankenberg. Viele Wahlberechtigte tun sich mittlerweile schwer mit ihrer Wahlentscheidung, deshalb bleibt eine immer größer werdende Frak

 

Waldeck-Frankenberg. Viele Wahlberechtigte tun sich mittlerweile schwer mit ihrer Wahlentscheidung, deshalb bleibt eine immer größer werdende Fraktion der Bevölkerung gleich zu Hause, verspielt damit aber die Chance, am politischen Willensprozess mitzuwirken.

Aktive Wählerinnen und Wähler sind es von Bundestags- und Landtagswahlen  gewohnt, das Wahlkreuzchen bei der Partei der Wahl zu setzen, den Zettel zusammen zu falten, in den Umschlag zu stecken und in die Wahlurne zu werfen.

Mit dem Wahlmodus bei der Kommunalwahl am 27. März haben die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, die konkrete personelle Zusammensetzung der Volksvertretungen zu bestimmen, indem sie Kandidaten ihres Vertrauens direkt wählen, andere, die ihnen nicht gefallen, aus der Liste streichen können.

Dieses System des "Panaschierens" und "Kummulierens" verlangt allerdings mehr Durchblick, Vorinformation und Vorbereitung, damit Ihre Stimmen nicht verloren gehen.  Die Haushalte sind bereits mit entsprechenden Musterwahlzetteln versorgt worden, damit eine Vorbereitung möglich ist und am 27. März unnötige Staus oder gar ungültige Stimmzettel vermieden werden.

Wen oder was wählen wir eigentlich?

Auf dem weißen Zettel:   die Gemeindevertretung oder Stadtverordneten.

Auf dem roten Zettel:    die Abgeordneten des Kreistages.

Bürger, die in einem Orts- oder Stadtteil wohnen, erhalten noch einen gelben Wahlzettel und wählen damit ihren Ortsbeirat.

Dieses Prinzip ist überall in Hessen gleich.

Jeder einzelne hat so viele Stimmen, wie Vertreter für die jeweiligen Parlamente zu wählen sind, z.B. hat die Korbacher Stadtverordnetenversammlung 37 Sitze, jede Korbacher Bürgerin und jeder Bürger somit jeweils 37 Stimmen. Der Kreistag des Kreises Waldeck-Frankenberg hat 71 Sitze, folgend dazu hat jeder Wahlberechtigte 71 Stimmen zu vergeben.

Sie können wie bisher die Liste einer Partei ankreuzen, damit werden beim Auszählen alle Ihre Stimmen automatisch gleichmäßig der Reihe nach auf alle aufgelisteten Kandidatinnen und Kandidaten verteilt. Dann sind Sie schnell fertig. Wenn Ihnen einzelne Kandidaten nicht gefallen, können Sie diese auch durchstreichen.

Sie können Ihre Stimmen aber auch auf nach ihrer Meinung kompetente Personen unterschiedlicher Parteien  verteilen, mit 1-3 Kreuzchen pro Kandidat bis Ihre Stimmzahl verbraucht ist.

Das macht bei einer Kommunalwahl auch durchaus Sinn, weil man vielleicht einzelne Vertreter persönlich kennt und nach persönlicher Einschätzung der Kompetenz entscheiden kann und nicht nach Parteizugehörigkeit.

Bereiten Sie sich deshalb anhand der Musterwahlzettel auf Ihre Stimmabgabe vor, wenn Sie unsicher sind, ob Sie in der Wahlkabine spontan in der Lage sind, unter hunderten von Namen auszuwählen.Wichtig hierbei: nicht mehr Stimmen verteilen, als Ihnen insgesamt zustehen.

Sie müssen hier auch nicht alle Stimmen  "verbrauchen", können zusätzlich noch die Liste einer Partei ankreuzen (aber nur eine), dann wird der Rest Ihrer Stimmen bei der Auszählung wieder gleichmäßig auf die entsprechende Parteiliste verteilt.

Dies gilt für alle Wahllisten!

Unser Tipp: Die Wahlordnung lässt unter bestimmten Voraussetzungen auch Briefwahl zu. Machen Sie davon Gebrauch. Dann haben Sie alle Zeit der Welt, sich zu Hause Ihre Entscheidung in Ruhe zu überlegen!

Bei dieser Kommunalwahl sind Sie auch dazu aufgerufen, in einer Volksabstimmung darüber abzustimmen, ob eine zukünftige Verschuldung des Landes Hessen per Gesetz verboten werden soll.

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