Weiterentwickelte Korbacher Ausstellung auf Documenta XIII

Waldeck-Frankenberg / Kassel. Es geht um die Ermordung von 200.000 bis 300.000 psychisch kranker und geistig behinderter Menschen in den Jahren 1939

Waldeck-Frankenberg / Kassel. Es geht um die Ermordung von 200.000 bis 300.000 psychisch kranker und geistig behinderter Menschen in den Jahren 1939 bis 1945, die von den damaligen Machthabern als lebensunwert deklariert wurden.Die im Wolfgang-Bonhage-Museum Korbach gezeigte Ausstellung "Ihr Tod reißt nicht die geringste Lücke..." über die NS-Euthanasie im Landkreis Waldeck-Frankenberg zählte 7.500 Besucher. Inzwischen wurde die Ausstellung in mehreren Orten präsentiert und ständig weiter entwickelt. Momentan handelt es sich um Module, die individuell ausgeliehen und an den örtlichen Bezug angepasst werden können.Die Arbeitsgruppe unter Leitung des Lebenshilfe-Werkes Waldeck-Frankenberg e.V., die diese Ausstellung erarbeitet hat, plant jetzt eine Präsentation parallel zur Documenta XIII im Foyer des Kasseler Amtsgerichts in der Frankfurter Straße. Neu eingebracht werden zehn Tafeln mit Opferbiographien Kasseler Bürger und Täter. Es ist geplant, die Kasseler jüdische Gemeinde in die Ausstellung mit einzubeziehen. Die Ausstellung wird die Zeit der Documenta um zwei Wochen überdauern und bis Ende September 2012 zu sehen sein.Weitere Informationen gibt es bei der Lebenshilfe Waldeck-Frankenberg, Tel. 05631/ 5006901,  oder der Gedenkstätte Hadamar, Tel. 06433/917171.

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