Winterzeit - Einbruchszeit

Waldeck-Frankenberg. In der Nacht zum 28. Oktober wurde die Uhr umgestellt, nun beginnt sie wieder- die "Dunkle Jahreszeit". Traditionell st

Waldeck-Frankenberg. In der Nacht zum 28. Oktober wurde die Uhr umgestellt, nun beginnt sie wieder- die "Dunkle Jahreszeit". Traditionell steigen in dieser Jahreszeit auch die Einbruchszahlen.

In Waldeck-Frankenberg registriert die Kriminalstatistik für das Jahr 2011 insgesamt 125 Einbrüche bzw. Versuche in Wohnungen oder Privathäuser. Davon wiederum 2/3 in der Dunklen Jahreszeit. (Nov. – Febr.)

Einbrecher machen sich dabei den Umstand der frühen Dämmerung zu Nutze.

Irrtümlicherweise wird häufig angenommen, dass Einbrecher im Schutze der Nacht ihrem "Handwerk" nachgehen. Doch diese Annahme trifft nur für gewerblich genutzte Objekte zu, denn dort können Einbrecher sicher sein, dass sie nachts ungestört arbeiten können.

Bei Wohnhäusern sieht das ganz anders aus. In der Dunklen Jahreszeit liegt die Einbruchszeit an fast allen Tatorten in der Zeit von 16.30 – 21.30 Uhr.

Die Erklärung hierfür ist ganz einfach: Einbrecher wollen unerkannt bleiben. Sie legen es nicht darauf an, auf Widerstand zu treffen, denn dadurch erhöhen sie ihr Risiko.

Sie suchen sich also Wohnobjekte aus, bei denen sich eine günstige Gelegenheit ergibt und nutzen die frühe Dunkelheit.

Günstige Gelegenheit:

- Keine Beleuchtung

- offensichtlich niemand zu Hause

- hohe Hecken und Bewuchs behindern die Sicht

- schlecht einsehbares Grundstück

- keine Sicherungseinrichtungen

Neben einem finanziellen Schaden (der zum Teil von Versicherungen gedeckt wird), erleidet der Betroffene auch noch einen ideellen und vor allem auch einen psychischen Schaden.

Diese Schäden sollte man nicht unterschätzen. Ein Wohnungseinbruch ist auch gleichzeitig ein "Einbruch in die Seele" der Betroffenen, der zu langfristigen gesundheitlichen Schäden führen kann.

Einbrecher dringen in ihren bislang sicheren Bereich ein, stöbern in ihrer Intimsphäre.

Gegenstände, an die Erinnerungen geknüpft sind, werden Beute der Diebe und sind unwiederbringlich verloren.

Vor solchen Einbrüchen kann man sich aber schützen, man muss es einem Einbrecher schwer machen - also keine günstige Gelegenheit bieten.

Tipps ihrer Polizei:

-Haus nie unbewohnt aussehen lassen (Briefkasten leeren, keine vollständig geschlossenen Rollos)

-Auch bei Abwesenheit im genannten Zeitraum Beleuchtung einschalten (mit Zeitschaltuhr gesteuert)

-Hecken sollten eine Höhe von 110 cm nicht überschreiten

-an Bewegungsmelder gekoppelte wattstarke Außenbeleuchtung (wenn möglich mit Kleintierunterdrückung und von innen abschaltbar)

-Haustür immer abschließen

-Fenster bei Abwesenheit nicht auf "Kipp" stehen lassen

-Bei längerer Abwesenheit Nachbarn verständigen

-Keine Schlüssel auf dem Grundstück verstecken

-Halten sie Block und Stift bereit, verdächtige Wahrnehmungen vorsorglich mit Uhrzeit und Einzelheiten notieren (z.B. Autokennzeichen von Schrotthändlern, Besonderheiten von fremden Personen etc)

-Ein anschlagender Hund ist auch wirksamer Einbruchschutz

-Im Zweifelsfall sofort Polizeinotruf wählen 110

Die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle berät gerne vor Ort und kostenlos über Sicherungsmöglichkeiten.

Mittwoch, 7. November 2012, auf dem Postplatz in Bad Wildungen

Samstag, 10. November 2012, auf dem Belgischen Platz in Bad Arolsen

Donnerstag, 15. November 2012, auf dem Parkplatz der Alten Ziegelei in der Rodenbacher Straße in Frankenberg,

jeweils in der Zeit von 11.00 Uhr – 15.00 Uhr

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