Wundersam bedrohlich

Bad Arolsen. Interessante Installationen und Zeichnungen von Hanna Nitsch erwarten die Besucher der Ausstellung "Der kurz andauernde Genuss der E

Bad Arolsen. Interessante Installationen und Zeichnungen von Hanna Nitsch erwarten die Besucher der Ausstellung "Der kurz andauernde Genuss der Erdbeere", die bis zum 4. Dezember im Bad Arolser Residenzschloss zu sehen ist.

Seit einigen Jahren konzentriert sich die Künstlerin auf das Medium Papier. In großformatigen Tuschemalereien und Zeichnungen, die oftmals raumgreifend präsentiert werden, entlockt Hanna Nitsch den scheinbar alltäglichen Themen aus ihrem privaten Umfeld, der Natur oder auch der Märchen- und Volkskultur stets etwas wundersam Bezauberndes, wie auch tiefgründig Bedrohliches.

Im Beisein des ersten Stadtrates Helmut Hausmann, Museumsleiterin Dr. Birgit Kümmel, dem Vorsitzenden des Museumsvereins Udo Reuter und vielen geladenen Gästen wurde die Ausstellung in der barocken Schlosskapelle Bad Arolsen eröffnet. Helmut Hausmann begrüßte die Gäste, unter Ihnen den Wiener Kunstsammler Rudolf Paul, mit den Worten: "Das Ergebnis wird Sie überraschen – erleben Sie mit mir den Genuss der Erdbeere im Herbst…!" In den zur Ausstellung gebrachten Arbeiten setzt sich die Künstlerin Nitsch speziell mit dem Bad Arolser Ausstellungsort, insbesondere dem Schloss der Stadt, seiner barocken Architektur und seinen barocken Innendekorationen, auseinander. Charakteristische Elemente dieses Ortes finden ihre Widerspiegelung in ausgestellten Werken, wobei der Barock dem Stil der Künstlerin eigentlich gegensätzlich gegenüber steht.

Anrührend, behutsam, verletzlich wird Gegenposition bezogen – dennoch entwickeln die Arbeiten im Diskurs mit der barocken Bilderwelt ihre eigene Kraft. Ein wichtiges Thema der Künstlerin ist neben Arbeiten mit Märchenmotiven, Landschaftsbildern auch das menschliche Herz. Die Ausstellung setzt die Reihe "made for Arolsen" fort, die seit 1992 vom Museum Bad Arolsen und dem Museumsverein durchgeführt wird.

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