Zeitarbeiter aufgepasst: Unwirksamer Vertrag kann zu wenig Arbeitslosengeld bedeuten!

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Waldeck-Frankenberg. Das Bundesarbeitsgericht hat im Dezember 2010 festgestellt, dass die Tarifgemeinschaft der Christlichen Gewerkschaften für Zeita

Waldeck-Frankenberg. Das Bundesarbeitsgericht hat im Dezember 2010 festgestellt, dass die Tarifgemeinschaft der Christlichen Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personaldienstleistungen (CGZP) nicht tariffähig ist. Sie konnte deshalb für den Bereich der Zeitarbeit keine wirksamen Tarifverträge abschließen, teilt die Arbeitsagentur in Korbach mit.

Aus der Urteilsbegründung ergeben sich unter bestimmten Umständen Ansprüche für Arbeitnehmer der betroffenen Zeitarbeitsfirmen. Denn die Bundesagentur für Arbeit geht davon aus, dass auch die in der Vergangenheit von der CGZP abgeschlossenen Tarifverträge als unwirksam angesehen werden müssen.

Arbeitnehmer können deshalb unter folgenden Voraussetzungen rückwirkend höhere Leistungsansprüche geltend machen:

Auf das Arbeitsverhältnis muss ein Tarifvertrag der CGZP angewendet worden sein und die Arbeitnehmer müssen im Anschluss an diese Beschäftigung Arbeitslosengeld bezogen haben und

Die Arbeitnehmer müssen infolge der Gerichtsentscheidung einen höheren Anspruch auf Arbeitsentgelt haben und der Differenzbetrag muss vom Arbeitgeber nachgezahlt worden sein.

Arbeitnehmer müssen die Überprüfung der Höhe des Arbeitslosengeldes bei der Agentur für Arbeit Korbach beantragen. Der Antrag ist an keine Form gebunden; er kann schriftlich, mündlich, per Fax, per E-Mail oder telefonisch unter Telefon 01801 555 111 (Festnetzpreis 3,9 ct/min, Mobilfunkpreise höchstens 42 ct/min) eingereicht werden.

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