Zieh den Stecker raus, das Wasser kocht

Korbach. Einen Theater-Leckerbissen für die Fans des 2005 verstorbenen israelischen Schriftstellers Ephraim Kishon präsentiert die Stadt Korbach Fre

Korbach. Einen Theater-Leckerbissen für die Fans des 2005 verstorbenen israelischen Schriftstellers Ephraim Kishon präsentiert die Stadt Korbach Freitag, 12. November. Dann gibt es ab 20.00 Uhr die Komödie "Zieh den Stecker raus, das Wasser kocht" zu erleben. Auf der Bühne der Korbacher Stadthalle stehen Schauspieler des Tourneetheater Greve. In seinem Dreiakter geht Kishon in bewährt satirischer Herangehensweise der Frage "Was ist Kunst?" nach und persifliert auf unübertroffene Weise den Kunstbetrieb als solchen.

Im Atelier des unbekannten Nachwuchskünstlers Raphael Schlesinger entdeckt Kalman M. Kaschtan, der Kunstpapst schlechthin, zufällig einen Turm aus Möbelstücken, und erklärt das Ganze sofort zum "Weltkunstobjekt". Die Sache ist nur: Schlesinger hat den Tisch, den Sessel, das Regal, ein Hocker und eine Bibel nur deswegen übereinander gestapelt, damit er seinen Wasserkocher am Stromkabel der Deckelampe anschließen kann. Dem Kritiker ist das egal, und er veranlasst, dass Schlesinger von nun an nur noch solche "kosmische mobiliare Kunst" kreiert. Als bei einer Vernissage versehentlich eine alte Leiter anstelle eines Schlesinger-Objekts enthüllt wird, wird auch sie sofort zum Weltkunstobjekt erklärt - das Wort des Kritikers zählt. Die Vermarktung von Schlesingers "Werken" und sein kometenhafter Aufstieg nehmen gnadenlos und absurd ihren Lauf…

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